Die Wirtschaftlichkeit von Wärmenetzen orientiert sich an den Trassenverlusten. Diese wiederum ergeben sich aus Abnahmemenge und Anschlussdichte. Foto: Willi Heidelbach / pixabay

Wann Wärme­netze effizient sind

von | 19. Oktober 2016

Wärme­netze spielen in der aktuellen Energiewende-​Politik eine zentrale Rolle. Sie sollen die Wärme-​Effizienz in Ballungs­ge­bieten deutlich erhöhen. Doch nicht jedes Netz kann das leisten.

Die Versorgung via Wärme­netze nimmt in Deutschland langsam und stetig zu. Wurden 2000 noch sieben Prozent aller neuge­bauten Wohnungen in Deutschland auf diese Art mit Wärme versorgt, waren es 2015 schon 20 Prozent. In Bestands­woh­nungen, wo Nah- und Fernwärme deutlich aufwän­diger zu instal­lieren ist, nahm der Anteil von zwölf auf nunmehr 13,5 Prozent zu. Verant­wortlich dafür sind teils Anschluss­zwänge der Kommunen, aber auch die aktuelle Politik der Bundes­re­gierung. Denn die erhofft sich von Wärme­netzen eine höhere Effizienz in Ballungsgebieten.

Doch das können die Netze nicht immer leisten. „Ob eine leitungs­ge­bundene Wärme­ver­sorgung sinnvoll und wirt­schaftlich ist, hängt von mehreren Faktoren und ihrem Zusam­men­wirken im Einzelfall ab – sie ist vor dem Hinter­grund viel­fäl­tiger Rahmen­be­din­gungen zu betrachten“, schreiben Elke Bruns, Matthias Futterlieb, Dörte Ohlhorst und Bernd Wenzel in ihrem Buch­ka­pitel „Erneu­erbare Energien in Wärme­netzen – eine realis­tische Perspektive?” auf Seite 267.

Dabei gibt es wissen­schaft­liche Kriterien, mit denen sich eine Wirt­schaft­lichkeit eines Netzes in Voraus berechnen lässt. So darf der Maxi­mal­verlust in einem Neubau­vor­haben 15 Kilo­watt­stunden pro Quadrat­meter Wohn­fläche im Jahr betragen. Liegen die Verluste darüber, sollten Planer lieber auf dezen­trale Lösungen setzen. …


Gekürzt. Geschrieben für Springer Profes­sional. Der kom­plette Beitrag ist hier zu lesen.

Über die Signale, die vom aktu­ellen Barcamp der Energie­blogger aus­gehen, schreibt Blogger-​Kollege Kilian Rüfer hier auf seinem Blog Sustainment. 

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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