Grundlage für Smart Rediness ist eine smarte Messung und Steuerung. Foto: Urbansky

Wie man eine Heizung digital einbindet

von | 23. Februar 2017

Interview mit Michael Krödel, Professor an der Hoch­schule Rosenheim für die Fach­ge­biete Gebäu­de­au­to­mation, Gebäu­de­technik, Datenverarbeitung
Welche tech­ni­schen Voraus­set­zungen benötigt eine Heizung, um überhaupt in eine Gebäu­de­au­to­mation sinnvoll einge­bunden werden zu können?

Michael Krödel. Foto: privat

Grund­sätzlich genügt dazu irgendeine Schnitt­stelle. Heizungs­an­lagen haben übli­cher­weise eine eigene Steuerung, die das Verhalten der Heizungs­anlage und damit deren optimale Ansteuerung besser kennen als ein neutraler, über­ge­ord­neter Controller. …

Mit welchen weiteren Kompo­nenten sollte diese smarte Heizung kommunizieren?

Grund­sätzlich sollten alle tech­ni­schen Gewerke über eine zentrale Steuerung gekoppelt werden. Dabei spricht nichts dagegen, dass die einzelnen Gewerke jeweils eigene Steue­rungen haben. Die harmo­nische Orches­trierung aller Gewerke sollte aber zentral erfolgen. …

Welche grund­le­genden Unter­schiede gibt es bei der Einbindung von „intel­li­genter” Heizungs­technik im Bestand und im Neubau?

Bei Bestand­ge­bäude gibt es zwei mögliche Problem­felder. Zum einen fehlende Schnitt­stellen von vorhan­denen Anla­gen­kom­po­nenten. Wer bereits eine Heizungs­anlage hat, die aber über keine Schnitt­stelle verfügt, wird diese entweder nicht oder nur mit sehr großem Aufwand in eine über­ge­ordnete Steuerung anbinden können. Was das kosten­mäßig bedeutet, lässt sich leider nicht pauschal darstellen. …

Welche Einspar­po­ten­ziale sind zu erwarten?

Hier unter­scheiden wir tatsächlich gerne in Wohn­be­reich und Nicht­wohn­be­reich. Wo der Nutzer selbst für seine Ener­gie­kosten aufkommt, geht er übli­cher­weise relativ sparsam mit der Energie um. Wer morgens noch bei Dunkelheit aus dem Haus geht, wird wohl trotzdem darauf achten, dass alle Leuchten ausge­schaltet sind. Im privaten Umfeld haben Studien von uns ein ther­mi­sches Einspar­po­tenzial von 4 bis 7 Prozent gezeigt. Ganz anders sieht es im Nicht­wohn­be­reich aus. …


Gekürzt. Geschrieben für Brenn­stoff­spiegel. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Ausgabe 02/​2017 zu lesen. Zum kos­ten­freien Probeabo geht es hier.

Über aktuelle Studien zum Heizungs­markt berichtet Energieblogger-​Kollege Andreas Kühl hier auf seinem Blog Energynet.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Fluss­wärme als weiterer Baustein für die Energiewende

Fluss­wärme als weiterer Baustein für die Energiewende

Die Umgebungswärme von Fließgewässern wird hierzulande noch kaum genutzt. Eine Studie hat nun allein für Bayern erstaunliche Potenziale aufgedeckt. Eine Nutzung der Wärme hätte auch einen positiven ökologischen Effekt durch die Abkühlung der Flüsse. In Bayern könnten...

Leipziger Gruppe mit Rekordergebnis

Leipziger Gruppe mit Rekordergebnis

Mit 344 Millionen Euro wurde ein Rekordergebnis vor Steuern erzielt, so viel wie noch nie und rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Grund dafür war vor allem das gute Energiegeschäft, insbesondere im Stromgroßhandel. Der Konzernumsatz stieg im abgelaufenen...

„Heizungs­in­ves­tition – kümmert euch jetzt!”

Heizungs­in­ves­tition – kümmert euch jetzt!”

Interview mit Sebastian Herkel, Fraunhofer ISE, Abteilungsleiter energieeffiziente Gebäude. Immobilienwirtschaft: Wie sehen Sie das aktuelle Regelwerk in Bezug auf mehr Effizienz in Immobilien? Sebastian Herkel: Letztes Jahr haben wir ein ziemlich komplexes Regelwerk...

SF6 wird als Isoliergas Schritt für Schritt abgeschafft

SF6 wird als Isoliergas Schritt für Schritt abgeschafft

Schwefelhexafluorid hat als Isoliergas viele Vorteile, aber einen entscheidenden Nachteil: sein sehr hohes Treibhausgaspotenzial. Deshalb soll es schrittweise aus dem Verkehr gezogen werden. Erste Unternehmen setzen dies bereits um. Schwefelhexafluorid (SF6) ist ein...