Grafik: Tumisu / pixabay

Crowd­in­vesting: Die Ener­gie­wende mitgestalten

von | 7. Juni 2018

Crowd­in­vesting wird in jüngster Zeit immer beliebter, um Energie- oder Immo­bi­li­en­pro­jekte in der Gemein­schaft zu finanzieren. 

Matthias Willen­bacher, Gründer und Ex-​Vorstand der juwi AG, Pionier der erneu­er­baren Energien und Vorreiter der Ener­gie­wende in Deutschland, hat diesen Trend früh­zeitig erkannt.

Mit seinem neuen Unter­nehmen, der wiwin GmbH, bietet er Klein­an­legern die Möglichkeit, unmit­telbar an der Ener­gie­wende teil­zu­haben und sie aktiv mitzu­ge­stalten. WIWIN ist eine Online-​Plattform über die man einfach und selbst­be­stimmt in nach­haltige Kapi­tal­an­lagen inves­tieren kann. Bei der Auswahl der Invest­ment­chancen greift Willen­bacher auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Projekt­ent­wicklung rund um die Themen Energie, Mobilität und nach­hal­tiges Bauen zurück. Heute ist er der alleinige Gesell­schafter der WIWIN, die aus der juwi Invest GmbH hervor­ge­gangen ist und schon seit 2011 Bürger­be­tei­li­gungen an Solar- und Windparks vorantreibt.

Ener­gie­pro­jekte bei WIWIN

Besonders erfolg­reich läuft das Crowd­in­vesting für den SION, dem ersten Elek­troauto mit in der Karos­serie einge­bauten Solar­panels, das Sonnen­en­ergie unter­stützend für den Antrieb nutzt. Aktuell gibt es zahl­reiche weitere Angebote wie beispiels­weise ein Investment in den bestehenden „Windpark Mehringer Höhe“ im Landkreis Trier-​Saarburg und bundes­weite Solar-​Dachanlagen der „Solar-​Kombi 2017“.

Zudem können Anleger auch in zwei Neubau­pro­jekte „Sali­nenpark“ im rheinland-​pfälzischen Bad Kreuznach und „Quartier an den Römer­steinen“ in Mainz inves­tieren. Letzteres ist als Plusenergie-​Gebäude geplant, bei dem die Büro- und Wohn­im­mo­bilie höchsten ökolo­gi­schen und ener­ge­ti­schen Standards entspricht.

Matthias Willen­bacher ist einer der Bauherren und setzte bereits schon einmal neue Maßstäbe im nach­hal­tigen Bauen. Und zwar derart eindrucksvoll, dass er im September 2009 in der Kategorie „Nach­hal­tigkeit“ mit dem Clean Tech Media Award für die juwi-​Firmenzentrale ausge­zeichnet wurde.

Willen­bacher knüpft an frühere Erfolge an

Mit WIWIN möchte Willen­bacher an die Erfolge der juwi anknüpfen und die Ener­gie­wende weiter voran­treiben. Das kommt gut an. Immer mehr Privat­an­leger inves­tieren in grüne und nach­haltige Projekte. Laut Vermö­gens­an­la­ge­gesetz (VermAnlG) ist die Höchst­stumme pro Investment bei Crowd­in­vesting auf 10.000 Euro begrenzt. Die Mindest­zeich­nungs­summe liegt bei 500 oder 1.000 Euro, abhängig vom Projekt. Um inves­tieren zu können, muss man sich auf der Plattform regis­trieren. Die Anmeldung ist kostenlos.

Neben dem Beitrag zur Ener­gie­wende ist es das Ziel von Willen­bacher, dass die WIWIN zu dem führenden Dienst­leister für alle Themen rund um Finan­zierung für nach­haltige Projekte wird. Dazu gehören Anleihen, direkte Betei­li­gungen an Projekten oder Unter­nehmen sowie indi­vi­duelle Verein­ba­rungen, angepasst an Laufzeit, Risiko, Sicher­heiten und Zinshöhen.

Ganz entscheidend ist, wie unser Kapital für uns arbeitet. Da ist es ähnlich wie beim Strom, der aus der Steckdose kommt – vielen Leuten ist nicht bewusst, was da eigentlich passiert. Denn selbst wenn sie ihr Geld nicht explizit anlegen, sondern ‚nur’ auf dem Konto haben, kann dies Projekte ermög­lichen, die die Mehrheit ablehnt, wie zum Beispiel Darlehen für neue Kohle- oder Atom­kraft­werke”, so Willenbacher.

WIWIN bisher ohne Zahlungsausfälle

Crowd­in­vesting und nach­haltige Kapi­tal­an­lagen haben das Potenzial, zu einer ertrag­reichen und verläss­lichen Form der umwelt­freund­lichen Geld­anlage zu werden. Das zeigen auch die Zahlen: Seit 2011 hat die juwi Invest und heutige WIWIN nach­haltige Projekte im Wert von mehr als 50 Millionen Euro finan­ziert. Das freut nicht nur die Projekt­in­haber, sondern auch die Privat­an­leger. Denn Zahlungs­aus­fälle gab es bisher keine. Trotzdem gibt es – wie bei allen Kapi­tal­an­la­ge­formen – keine Garantie auf Gewinne oder Erfolg.

Weitere Infor­ma­tionen unter www​.wiwin​.de

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Wasser­stoffdorf hat Erdgasnetz im Blick

Wasser­stoffdorf hat Erdgasnetz im Blick

Wasserstoff wird eine der zentralen Lösungen der Energiewende sein. Nicht überall, aber in einigen Bereichen auf jeden Fall. Produziert werden soll er mittels Elektrolyse aus grünem Strom und Wasser. Doch dann wäre noch die Frage zu klären: Wie kommt er zum...

Wasser­stoffdorf hat Erdgasnetz im Blick

Wasser­stoffdorf hat Erdgasnetz im Blick

Wasserstoff wird eine der zentralen Lösungen der Energiewende sein. Nicht überall, aber in einigen Bereichen auf jeden Fall. Produziert werden soll er mittels Elektrolyse aus grünem Strom und Wasser. Doch dann wäre noch die Frage zu klären: Wie kommt er zum...

Digitaler Gebäude-​Zwilling schafft Transparenz

Digitaler Gebäude-​Zwilling schafft Transparenz

Im Wohnungsbau ist die digitale Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) noch nicht weit verbreitet. Dabei bietet sie gerade für die Planung und den späteren Betrieb von Wohnimmobilien große Vorteile. Die höheren Investitionen in der Planungsphase rentieren...