Dieses Hochhaus wird effizient mit Luft-Wasser-Wärmepumpen versorgt. Fotos: Stiebel Eltron

Für mehr Effizienz braucht es Hard- und Software

von | 11. Juni 2018

Regu­lie­rungen wie die Ener­gie­Ein­spar­Ver­ordnung (EnEV) und das Erneu­er­ba­re­En­er­gi­en­Wär­me­Gesetz (EEWärmeG) bereiten der Immo­bi­li­en­branche Verdruss. 

Dabei gibt es genügend Tech­no­logien, mit deren Hilfe die Anfor­de­rungen erfüllt werden können – meist mit einem investiv nur wenig höheren Anteil und kaum Mehr­aufwand bei der Installation.
Durch die Digi­ta­li­sierung erfolgt deren Verknüpfung mit der gesamten Haustechnik.

Wird beides klug geplant, stehen Effi­zi­enz­ge­winne im Raum, die enorm und bei der Verkartung einer Immobilie von Vorteil sind. Der einzig kleine Wermuts­tropfen: Alles muss von Anfang an mit bedacht sein. Denn: „80 Prozent aller Fehler, die zu mangelnder Ener­gie­ef­fi­zienz führen, erfolgen bei der Planung“, so der Architekt Mario Bodem. Und: Hinterher ließen sich Fehler via tech­ni­scher Gebäu­de­aus­rüstung oder Gebäu­de­hülle nur schwer kompensieren.

Deswegen müssen die beiden Haupt­kom­po­nenten, also die harten Sachen wie Dämmung, Heiz‑, Kühl- und Lüftungs­technik auf der einen sowie die eher soften Digi­ta­li­sie­rungs­lö­sungen auf der anderen Seite, von vorn herein einge­plant werden. Der Einfachheit halber werden sie im Folgenden als Hard- und Software bezeichnet und anhand prak­ti­scher Beispiele erläutert.

Eine effi­ziente Lösung findet sich in der „Neuen Garten­stadt Falkenberg“ im Speck­gürtel von Berlin, errichtet 2013 von der Genos­sen­schaft 1892. Für die Neubauten wäre auch ein Fern­wär­me­an­schluss möglich gewesen – in der doch eher länd­lichen Gegend wäre der aber nicht nur inef­fi­zient, sondern auch teuer für die Bewohner. Deshalb wurden 21 Wärme­pumpen instal­liert. Die versorgen seitdem das Gebiet mit Wärme. Die Warm­was­ser­ver­sorgung erfolgt über ein Hochtemperatur-​Primärnetz, das von einem zentralen Block­heiz­kraftwerk bedient wird. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Immo­bi­li­en­wirt­schaft. Der voll­stän­dige Beitrag erschien in der Nummer 06/​2018. Zum Abon­ne­ment der Zeit­schrift Immo­bi­li­en­wirt­schaft geht es hier.

Über den kli­ma­neu­tralen Gebäu­de­be­stand berich­tet Energieblogger-​Kollege Björn Katz hier auf sei­nem Blog Strom­aus­kunft.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
„Diesel­ag­gregate haben mit Holz­ver­gaser eine Zukunft“

Diesel­ag­gregate haben mit Holz­ver­gaser eine Zukunft“

Interview mit Matthias von Senfft, International Sales Manager bei Spanner Re², www.holz-kraft.com Brennstoffspiegel: Wie würden Sie kurz den Vorteil von Holzvergasern gegenüber anderen Heiztechnologien beschrieben? von Senfft: Sie sind effizienter als...

Inves­ti­tionen und Betrieb andere machen lassen

Inves­ti­tionen und Betrieb andere machen lassen

Die Novellen der Heizkostenverordnung und der Wärmelieferverordnung lassen auf sich warten. Jedoch wurden zuletzt steuerliche Hemmnisse für Wohnungsunternehmen verringert, die ihnen den Energiehandel erschwerten. Für Contractoren ist dies kein bedrohliches Szenario....

West­afrika: Wasserstoff-​Powerhouse mit drei Haken

West­afrika: Wasserstoff-​Powerhouse mit drei Haken

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek will den Sonnenreichtum Westafrikas nutzen, um Wasserstoff für Deutschland zu produzieren. Das Projekt hat nur Chancen bei einer echten Partnerschaft. Ohne Wasserstoff wird die Energiewende nicht gelingen. "Der Strombedarf...

Strom aus Strömen

Strom aus Strömen

Wasserkraft ist neben Biomasse die einzige grundlastfähige erneuerbare Energieform. Doch die Ausbaupotenziale für große Pumpspeicher- oder reine Wasserkraftwerke sind begrenzt. Bürger begehren auf, Investoren ziehen sich zurück. Die kleine Variante, etwa...