Flüs­sig­gas­tank statt Öltank — sau­be­rer und güns­ti­ger

Auf dem Land allgegenwärtig: Flüssiggastanks. Foto: Frank Urbansky
Auf dem Land allgegenwärtig: Flüssiggastanks. Foto: Frank Urbansky

Flüs­sig­gas ist gerade in länd­li­chen Gebie­ten immer eine Alter­na­tive zu Heizöl. Aktuell wech­seln sehr viele deut­sche Eigen­heim­be­sit­zer von Heizöl zum sau­be­ren Flüs­sig­gas. Es lässt sich gut trans­por­tie­ren, hat eine hohe Ener­gie­dichte und gegen­über Heizöl einen Vorteil: Es ist nicht umwelt­schäd­lich. Flüs­sig­gas­tanks können also auch in Hoch­was­ser­ge­bie­ten mit den ent­spre­chen­den Siche­run­gen verbaut werden.

Flüs­sig­gas wird zu Heiz­zwe­cken in den glei­chen Kesseln wie Erdgas ver­brannt. Sie werden nur hin­sicht­lich der Düsen leicht modi­fi­ziert. Stand der Technik sind Brenn­wert­kes­sel, die einen Wir­kungs­grad von 96 % errei­chen und zudem die Abwärme des während des Ver­bren­nungs­pro­zes­ses ent­ste­hen­den Was­ser­damp­fes nutzen. Seit 2017 sind sie quasi die einzig mög­li­che Form bei Neu­in­stal­la­tio­nen und Bestands­sa­nie­run­gen, Gas zu Heiz­zwe­cken ein­zu­set­zen. Die bisher domi­nie­rende Nie­der­tem­pe­ra­tur­tech­nik wird dadurch nach und nach abge­legt.

Während bei Erdgas Kosten für den Anschluss anfal­len, sind dies bei Flüs­sig­gas die Kosten für den Flüs­sig­gas­tank. Dieser ermög­licht eine weit­ge­hend zeit‐ und preis­un­ab­hän­gige Bevor­ra­tung. Die Größe des Tanks richtet sich nach der zu behei­zen­den Fläche. Bei Wohn­flä­chen bis 125 Qua­drat­me­tern werden in aller Regel 2.700 Liter gewählt, bei Größen darüber 4.850 Liter Flüs­sig­gas fas­sende Tanks.

Diese Tanks stellen eine Inves­ti­tion dar, wes­we­gen es am Markt mehre Modelle gibt, die hier kurz vor­ge­stellt werden sollen.

1. Miet­tank
Der Gastank wird von einem Flüs­sig­gas­an­bie­ter, der meist auch der Flüs­sig­gas­lie­fe­rant ist, gemie­tet. Die Vor­teile liegen in der feh­len­den Anfangs­in­ves­ti­tion, einer güns­ti­gen Miete und einem festen Ansprech­part­ner in Sachen Technik. Zudem liegen die Betrei­ber­pflich­ten für die Wartung beim Ver­mie­ter. Aller­dings ist es auf­wen­dig den Lie­fe­ran­ten zu wech­seln, etwa, wenn andere Anbie­ter güns­ti­gere Preise haben.

2. Kauf­tank
Hier wird der Tank durch den Flüs­sig­gas­nut­zer selbst erwor­ben. Ihm oblie­gen alle Betrei­ber­pflich­ten bis hin zur Wartung. Zudem ist das Kapital für den Erwerb des Gas­tanks fest gebun­den. Aller­dings kann der Kunde frei wählen, welcher der Flüs­sig­gas­an­bie­ter seinen Tank befül­len darf.

3. Con­trac­ting
Hier über­nimmt ein Con­trac­tor alles rund um die Flüs­sig­gas­hei­zung. Der Nutzer zahlt einen festen Preis, in dem Wartung, Betrieb und Brenn­stoff­kos­ten ent­hal­ten sind.
Welches dieser Modelle sich am besten eignet, muss eine indi­vi­du­elle Prüfung der zu behei­zen­den Immo­bi­lie und der wünsche des Inter­es­sen­ten ergeben.

Eine weitere Frage, die geklärt werde muss ist die der Auf­stel­lung. Diese erfolgt fast immer außer­halb eines Gebäu­des ent­we­der ober­ir­disch, hal­b­ober­ir­disch oder unter­ir­disch. In jedem Fall muss der Flüs­sig­gas­tank gut gegrün­det werden, da er im befüll­ten Zustand mehrere Tonnen wiegt.

Sind die Tanks instal­liert, müssen sie alle zwei Jahre äußer­lich durch eine Befä­higte Person nach Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung geprüft werden. Alle zehn Jahre ist eine Innere Prüfung und die aller Rohr­lei­tun­gen vom Tank bis hin zur Heizung nötig.

Ist eine Flüs­sig­gas­an­lage inklu­sive Flüs­sig­gas­tank erst einmal instal­liert, kann sie auch zu Koch­zwe­cken genutzt werden. Die dafür nötige Technik ent­spricht eben­falls der für Erdgas.

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