Reiner Biodiesel, wie hier in der Ölmühle Bunge in Mannheim produziert, wäre eine Erfüllungsoption für die 8. BImSchV. Foto: Frank Urbansky

Wie der Mittel­stand von der 38. BImSchV profi­tieren kann

von | 17. Juni 2019

Die letzte Fassung der Bundes-​Immissionsschutzverordnung (BImSchV) ermög­licht allerhand Erfül­lungs­op­tionen für die Treib­haus­gas­min­de­rungs­quote. Das reicht von opti­mierten Bedin­gungen bei der Erdöl­för­derung über die Anrechnung von CNG und LPG bis hin zur bereits erprobten Beimi­schung von Biokraft­stoffen. Der Ener­gie­han­dels­mit­tel­stand kann aber noch von einer weiteren Variante profitieren.

Die 38. BImSchV gilt seit Anfang 2018 und wird aktuell novel­liert. Nachdem jahrelang fossile Treib­stoffe ausge­bremst wurden, macht sich langsam ein realis­ti­scherer Blick auf den aktuellen und wohl auch zukünf­tigen Kraft­stoffmix breit. Denn als Erfül­lungs­op­tionen gelten neben konven­tio­nellen, abfall­ba­sierten und fort­schritt­lichen Biokraft­stoffen auch etwa Maßnahmen zur Upstream-​Emissionsminderung (Upstream Emission Reduction, UER) bei der Förderung von Erdöl. Diese fangen Methan auf und sorgen damit nach­weislich dafür, dass weniger Treib­hausgase in die Atmo­sphäre entweichen. Gleich­zeitig wird die langsam wachsende E‑Mobilität auf die Treibhausgas-​Quote ange­rechnet, und zwar mit dem Anteil an erneu­er­barem Strom, der hier­zu­lande verfügbar ist. …

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Dabei könnte man mit den Biokraft­stoffen sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn nach Berech­nungen des DIW im Auftrag des Verbandes der Deutschen Biokraft­stoff­in­dustrie könnten die derzeit verfüg­baren Biokraft­stoffe nicht nur weiter Emis­sionen mindern, sondern dem Bundes­haushalt bis 2030 Ausgaben im Zusam­menhang mit dem EU-​Emissionsziel von gut 10,2 Milli­arden Euro sparen. 4,4 Milli­arden Euro entfallen auf die Biokraft­stoffe aus Altspei­se­fetten, Abfall- und Rest­stoffen sowie 5,8 Milli­arden Euro auf herkömm­lichen Biodiesel und Bioethanol aus Anbaubiomasse. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Brenn­stoff­spie­gel. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Ausgabe 06/​2019 zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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