Christian Bender. Foto: privat

EAST: Welche Chancen haben grüne Gase in Mitteldeutschland

von | 15. Juli 2019

Am 16./17. September 2019 startet die erste EAST Energy And Storage Tech­no­logies exhi­bition & confe­rence im Congre­s­Center der Erfurter Messe.

Christian Bender hält dort im Workshop Finan­zie­rungen, Start-​ups, recht­liche Rahmen­be­din­gungen, inter­na­tionale Zusam­men­arbeit einen Vortrag über den Kompe­tenz­atlas “Die Gaswirt­schaft im 21. Jahr­hundert – Chancen und Entwick­lungen grüner Gase mit dem Fokus auf Mittel­deutschland”. Hier ein Interview mit ihm.

Wo liegen ihre Forschungsschwerpunkte?

Bender: Meine derzei­tigen Forschungs­schwer­punkte liegen in der kommu­nalen Verkehrs­in­fra­struktur, wie auch im Bereich der Kommu­nal­fi­nanzen. … Wir beschäf­tigen uns unter anderem mit Demo­gra­fie­ent­wick­lungen, der Digi­ta­li­sierung, Förder­mit­tel­pro­grammen, der Verga­be­praxis, inter­kom­mu­naler Koope­ration und kommu­naler Infra­struk­tur­be­schaffung. Gegen­wärtig, mit dem Braunkohle-​Ausstieg, hat die Infra­struk­tur­ent­wicklung zusätz­liche Präferenz erhalten. Inwieweit ist man aus Ihrer Sicht vor Ort für die anste­henden Aufgaben gerüstet.

Die Ausge­staltung der öffent­lichen Infra­struktur ist seit jeher ein neur­al­gi­scher Faktor. Dabei ist dies ein Sammel­be­griff für unter­schied­liche öffent­liche Leis­tungen, wie beispiels­weise der Schul- und Kitain­fra­struktur, Digi­ta­li­sierung und smarter Infra­struktur, oder auch der Verkehrsinfrastruktur.

Für die Braun­koh­le­re­gionen bedeutet der Ausstieg einen tief­grei­fenden wirt­schaft­lichen und gesell­schaft­lichen Wandel. Diesen gilt es zu gestalten. Von der Wirt­schafts­för­derung, über die öffent­liche Daseins­vor­sorge bis hin zur Ausweitung von Forschungs- und Entwick­lungs­vor­haben und über­re­gio­nalen Koope­ra­tionen sind die Vorschläge hete­ro­gener Natur.

Die Heraus­for­derung besteht darin, all diese Maßnahmen aufein­ander abzu­stimmen und für die Region ein trag­fä­higes und sofern möglich ein konsens­ori­en­tiertes Modell zu entwickeln.

Was ist in wenigen Worten Ihre Erkenntnis durch die Studie?

Der zentrale Erkennt­nis­gewinn besteht darin, dass Mittel­deutschland bereits eine Fülle von unter­schied­lichen Akteuren und eine sich hieraus ergebende Inno­va­ti­ons­kraft besitzt. Es bedarf jedoch einer bundes­land­über­grei­fenden, verstärkten Koope­ration und Vernetzung. …


Gekürzt. Das komplette Interview ist hier auf der Seite vom Verlag VI-​Strategie nachzulesen.

Alle Infor­ma­tionen zur EAST finden sich hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
„Wir zeigen für jedes Gebäude eine rationale Wärmelösung“

Wir zeigen für jedes Gebäude eine rationale Wärmelösung“

Interview mit Dr. Katja Nowak, Leitung Klimaneutralität und Energiewende der Stadtwerke Halle, zur kommunalen Wärmeplanung und zum Fernwärmeausbau in Halle (Saale). Welche Stadtgebiete in Halle sind nach aktuellem Stand der Wärmeplanung künftig verbindlich...

Planung ist bezahlbar, die Umsetzung wird teuer

Planung ist bezahlbar, die Umsetzung wird teuer

Kommunale Wärmepläne sind im besten Fall ein verbindlicher, datenbasierter Orientierungsrahmen für den Umbau der Wärmeversorgung. Verbindlich sind sie allerdings nur dort, wo Gebiete für eine künftige Fernwärmeversorgung ausgewiesen werden. Doch selbst das ist...

Wasser­stoff: Infra­st­uktur ohne Markt?

Wasser­stoff: Infra­st­uktur ohne Markt?

Der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft bleibt deutlich hinter den politischen Erwartungen zurück. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesrechnungshof. Die Prüfer sehen zentrale energie- und industriepolitische Ziele gefährdet: Planung, Priorisierung und Umsetzung der...

Wärme­wende wirt­schaftlich gestalten in Mehrfamilienhäusern

Wärme­wende wirt­schaftlich gestalten in Mehrfamilienhäusern

Die Wärmewende im Bestand läuft am Ende immer auf dieselbe Frage hinaus: Was senkt CO₂-Emissionen und Nebenkosten – und was verlagert lediglich Risiken, etwa vom Gaspreis zum Strompreis oder hin zu intransparenten Fernwärme-Preisformeln? Realistisch betrachtet bleiben...