Frische Ideen für Strom und Wärme

Plus-Energie-Haus der Nassauischen Heimstätten, das mehr Energie produziert, als es verbraucht. Foto: Constantin Meyer

Sollen Immo­bi­lien mit Energie ver­sorgt werden, stellen sich immer recht­li­che, wirt­schaft­li­che und damit letzt­lich poli­ti­sche Fragen. Was ist gewollt? Was ist möglich? Was ist bezahl­bar – auch für die Nutzer oder Mieter? Dabei kann es nie darum gehen, fossile gegen erneu­er­bare Ener­gie­trä­ger oder Tech­no­lo­gien aus­zu­spie­len. Für eine recht­lich ein­wand­freie, aber eben auch wirt­schaft­li­che Lösung wird es noch für Jahre beider Ener­gie­quel­len bedür­fen.

Wer die Wahl hat, hat im vor­lie­gen­den Falle nicht immer eine Qual. Denn wenn es um die Ener­gie­ver­sor­gung geht, ist vieles bereits fest­ge­legt. Zuerst zum Wär­me­markt.

Fos­si­les Erdgas und Fern­wärme sind aus der Immo­bi­li­en­ver­sor­gung auf lange Sicht nicht weg­zu­den­ken

Wer heut­zu­tage eine neue Immo­bi­lie baut, ist an die EnEV und das EEWär­meG gebun­den. Oder in Bälde an das Gebäu­de­en­er­gie­ge­setz, in dem beide auf­ge­hen sollen. Vor­ge­schrie­ben sind maxi­male primäre Ener­gie­ver­bräu­che, das Maximum des Trans­mis­si­ons­wär­me­ver­lusts und die Anteile erneu­er­ba­rer Ener­gien an der gesam­ten Ver­sor­gung. Mit den am Markt ver­füg­ba­ren Tech­no­lo­gien sind alle Hürden zu nehmen. Letzt­lich ist es eine Frage des Preises.

Gerade in der Woh­nungs­wirt­schaft gibt es voll­kom­men unter­schied­li­che Ansätze. So geht der Frank­fur­ter Groß­ver­mie­ter ABG den Pas­siv­h­aus­weg. Alle neuen Immo­bi­lien würden, so Frank Junker, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung der ABG, in diesem Stan­dard errich­tet, um die spä­te­ren Neben­kos­ten für alle Betei­lig­ten so gering wie möglich zu halten. Bei einer solchen Lösung können auch Tech­no­lo­gien wie Geo­ther­mie oder große solar­ther­mi­sche Anlagen zur kom­plet­ten Ver­sor­gung genutzt werden, die bei her­kömm­li­chen Bauten kaum in Frage kommen. Oder, wie beim Frank­fur­ter Aktiv-Stadthaus der ABG, eine große Wär­me­pumpe, die Abwärme aus einem Abwas­ser­ka­nal abgreift. In der Jah­res­bi­lanz, so Junker, würden solche Objekte kom­plett mit rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien ver­sorgt. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Immo­bi­li­en­wirt­schaft. Der voll­stän­dige Beitrag erschien in der Nummer 10/2019. Zum Abon­ne­ment der Zeit­schrift Immo­bi­li­en­wirt­schaft geht es hier.

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