Komfortable Steuerung aus der Ferne ist nur eine der Vorteile des Smart Home. Foto/Grafik: BDH

Smart Home spart Kosten und Zeit

von | 24. April 2020

Das Haupt­ar­gument für die Instal­lation eines „Smart Home“ ist eine erheb­liche Einsparung von Ressourcen (Strom, Wasser­ver­brauch zu Hause). Aber wie können Sie zu Hause Geld sparen?

Stellen Sie sich vor, dass Sie im Casimba Casino einen großen Gewinn erzielt haben und ein Haus mit einer Größe von ca. 200 qm gekauft haben. Es verfügt über zwei Etagen, Wohn­zimmer, Garage, Spei­se­kammer, Wasch­küche und einen Garten. Die Heizung ist elek­trisch, d.h. die Pumpe pumpt heißes Wasser, das von einem Elek­trokessel erwärmt wird, durch Rohre.
Ordnen wir alle elek­tro­tech­ni­schen Systeme im Haus in abstei­gender Reihen­folge der Ener­gie­in­ten­sität an:

  1. Elek­trische Heizung
  2. Klima­anlage
  3. Beleuchtung
  4. Belüftung
  5. Elek­trische Pumpen /​Wärme­ver­sorgung

Und jetzt werden wir heraus­finden, wie Sie mit „Smart Home“ sparen können.

Eine elek­trische Heizung ist in Abwe­senheit von Gas der größte Ausga­ben­posten. Es ist wichtig zu verstehen, dass es selbst mit einem „Smart Home“ nicht möglich ist, die Kosten für die elek­trische Heizung um ein Viel­faches zu senken, aber Sie können trotzdem etwas tun.

  1. Instal­lieren Sie wasser­be­heizte Böden, die mit einem Elek­trokessel beheizt werden. So erhalten Sie eine angenehme Tempe­ratur im Haus und saubere und kühle Luft auf Kopfhöhe. Eine Kabel-​Fußbodenheizung ist ebenfalls geeignet, erwärmt jedoch im Gegensatz zu Wasser­böden die Ober­fläche sehr langsam. Und es besteht die Möglichkeit eines Burnouts im Boden. Einspa­rungs­betrag: bis zu 30 % – aufgrund der Tatsache, dass erwärmte Luft nicht aus der Decke austritt, liegt die Wärme haupt­sächlich auf Fußhöhe.
  2. Stellen Sie die wetter­ab­hängige Auto­ma­ti­sierung von Steuerung des Elek­trokessels sowie ein Bedienfeld ein, mit dem Sie die Arbeit nach Wochen­tagen und Stunden des Tages opti­mieren können. Beispiels­weise arbeitet das Haus von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr im Ener­gie­spar­modus und am Wochenende im Stan­dard­modus. Einspa­rungs­betrag: bis zu 20 % – aufgrund von Ener­gie­ein­spa­rungen, wenn Sie nicht zu Hause sind.

Eine Klima­anlage verbraucht auch viel Energie. Das Problem hierbei ist, dass die meisten Haus­be­sitzer die Tempe­ratur manuell einstellen, ohne darüber nach­zu­denken, wie viel Strom in diesem Modus verbraucht wird. Nun, lass es 16 Grad sein. Der Unter­schied zwischen 16 Grad und 18 Grad wird für Sie mögli­cher­weise nicht erkennbar. Bei 16 Grad arbeitet das System jedoch viel inten­siver und verbraucht deutlich mehr Strom.

Mit „Smart Home” können Sie keinen nied­ri­geren Wert einstellen, als das innerhalb der ange­ge­benen Normen für den Strom­ver­brauch möglich ist. Wenn Sie die Klima­anlage im Winter bei laufenden Batterien einschalten, schaltet das System sie entweder selbst aus oder richtet die Werte beider Geräte so aus, dass Sie sich wohl fühlen und keine Energie verschwendet wird.

Die einfachste Möglichkeit zur Steuerung der Beleuchtung ist Bewe­gungs­sensor. Es ist keine Person im Raum – es gibt kein Licht. Gleich­zeitig können Daten über die Anwe­senheit einer Person im Raum von verschie­denen Sensoren abgerufen werden: nicht nur Bewegung, sondern auch das Über­schreiten der Schwelle und Sensoren, die den Geräusch­pegel im Raum messen.

Eine andere Möglichkeit, Geld zu sparen, besteht darin, das Licht zu dimmen, d.h. sanft ein- und auszu­schalten. Mit Dimmern können Sie sicher­stellen, dass die Glüh­birnen beispiels­weise nachts, wenn Sie sich im Haus bewegen, nur bei 1520 % der vollen Leistung leuchten. Sie können die Inten­sität von elek­tri­schem Licht und Tages­licht verbinden: Je heller es draußen ist, desto weniger scheint das Licht. Oder es schaltet sich erst ein, wenn es auf der Straße dunkel wird. Es ist klar, dass Dimmer auch manuell gedreht werden können.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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