Paul Motzki forscht an Elastokalorik, die dünne Drähte oder Bleche aus Nickel-Titan nutzt, um zu kühlen und zu heizen. Foto: Sophie Lessure

Was warm hält, hält auch kühl

von | 22. Oktober 2024

Heizen und Kühlen von großen Gewerbe- und Büro­ge­bäuden stellen ganz unter­schied­liche Anfor­de­rungen an Ener­gie­ef­fi­zienz, Kosten, Umwelt­ver­träg­lichkeit und Komfort. Oder doch nicht? Wäre es nicht besser, Heizen und Kühlen mit einer einzigen Tech­no­logie zu bewäl­tigen? Das ist durchaus möglich. Aller­dings ist es in der Anfangs­in­ves­tition meist teurer. Im Betrieb lassen sich jedoch deutliche Einspa­rungen erzielen.

Einige Tech­no­logien bieten die Möglichkeit, Heizen und Kühlen zu kombi­nieren, darunter rever­sible Wärme­pumpen, adia­ba­tische Kühlung, Adsorption/​Absorption, Beton­kern­tem­pe­rierung und Mikro­kanäle in Decken. Dies wird umso wichtiger, je effi­zi­enter der Übergang vom Heizen zum Kühlen von Gebäuden erfolgt. Denn 2050 wird der weltweite Kühl­bedarf den Heiz­bedarf über­steigen, so aktuelle Prognosen.

Doch wie funk­tio­nieren die Tech­no­logien? Und wie sind sie vor allem hinsichtlich der Kosten für Inves­tition und Betrieb einzuschätzen?

Rever­sible Wärme­pumpen: Nutzung von Erdreich und Wasser

Rever­sible Wärme­pumpen, die das Erdreich oder Wasser als Wärme­quelle nutzen, können Gebäude sowohl heizen als auch kühlen und ihre Funktion je nach Bedarf umkehren. Diese Systeme entziehen dem Erdreich oder Wasser Wärme und geben sie in das Gebäude ab – oder umgekehrt. Durch diese Technik wird eine hohe Ener­gie­ef­fi­zienz erreicht, da die Umge­bungs­tem­pe­ra­turen besser genutzt werden können. Das zeigt sich an Jahres­ar­beits­zahlen (JAZ) von 5 und mehr. Für eine einge­setzte kWh Strom werden also 5 oder mehr kWh Wärme oder Kälte erzeugt.


Gekürzt. Geschrieben für Immo­bi­li­en­wirt­schaft. Der voll­ständige Beitrag erschien in der Nummer 04/​2024. Gratis testen unter https://​www​.haufe​-immo​bi​li​en​wirt​schaft​.de

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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