Reparieren statt neu bauen – dieses Prinzip gilt als Schlüssel für mehr Nachhaltigkeit. Doch im Bauwesen dominiert weiterhin der Abriss. Fachleute plädieren deshalb für Renovation, Wiederverwendung von Materialien und neue Planungsansätze.
Reparieren statt wegwerfen, Ressourcen schonen und CO₂ vermeiden – diese Leitidee gewinnt in vielen Bereichen an Bedeutung. Im Bauwesen jedoch dominiert weiterhin ein lineares Modell: Ältere Gebäude werden abgerissen und durch größere und modernere Neubauten ersetzt. Dabei gehen enorme Mengen sogenannter grauer Energie verloren, denn Materialien wie Beton, Ziegel oder Stahl wurden ursprünglich mit hohem Energieaufwand hergestellt. Die Bauwirtschaft zählt deshalb zu den Branchen, die erheblich zur globalen Erwärmung beitragen.
Bestand erhalten statt ersetzen
Dabei gibt es durchaus Alternativen. Catherine De Wolf, Professorin für zirkuläres Engineering in der Architektur an der ETH Zürich, setzt sich im ETH-Magazin Globe dafür ein, Prinzipien der Kreislaufwirtschaft stärker im Bauwesen zu verankern: „Wir müssen weniger abreißen und anders bauen.” Gebäude sollten möglichst erhalten, renoviert und bei Bedarf erweitert werden. Wo das nicht möglich ist, könnten zumindest Baumaterialien wiederverwendet werden und in anderen Gebäuden ein zweites Leben erhalten. …
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