Bei Beton gibt es schon gute Möglichkeiten des Recycelns vor Ort und der direkten Wiederverwendung. Kein Abriss, sondern Weiternutzung wäre jedoch besser. Foto: Frank Urbansky

Warum die Bauwirt­schaft weniger abreißen sollte

von | 21. April 2026

Repa­rieren statt neu bauen – dieses Prinzip gilt als Schlüssel für mehr Nach­hal­tigkeit. Doch im Bauwesen dominiert weiterhin der Abriss. Fachleute plädieren deshalb für Reno­vation, Wieder­ver­wendung von Mate­rialien und neue Planungsansätze.

Repa­rieren statt wegwerfen, Ressourcen schonen und CO₂ vermeiden – diese Leitidee gewinnt in vielen Bereichen an Bedeutung. Im Bauwesen jedoch dominiert weiterhin ein lineares Modell: Ältere Gebäude werden abge­rissen und durch größere und modernere Neubauten ersetzt. Dabei gehen enorme Mengen soge­nannter grauer Energie verloren, denn Mate­rialien wie Beton, Ziegel oder Stahl wurden ursprünglich mit hohem Ener­gie­aufwand herge­stellt. Die Bauwirt­schaft zählt deshalb zu den Branchen, die erheblich zur globalen Erwärmung beitragen.

Bestand erhalten statt ersetzen

Dabei gibt es durchaus Alter­na­tiven. Catherine De Wolf, Profes­sorin für zirku­läres Engi­neering in der Archi­tektur an der ETH Zürich, setzt sich im ETH-​Magazin Globe dafür ein, Prin­zipien der Kreis­lauf­wirt­schaft stärker im Bauwesen zu verankern: „Wir müssen weniger abreißen und anders bauen.” Gebäude sollten möglichst erhalten, renoviert und bei Bedarf erweitert werden. Wo das nicht möglich ist, könnten zumindest Bauma­te­rialien wieder­ver­wendet werden und in anderen Gebäuden ein zweites Leben erhalten. …


Gekürzt. Geschrieben für Sprin­ger­Pro­fes­sional. Der komplette Beitrag kann hier gelesen werden.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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