Die Sanierung solcher Plattenbauten ist kostspielig, aber unausweichlich. Foto: Frank Urbansky

Effi­zi­enz­stan­dards: Frag­würdige Benchmark

von | 24. April 2026

Ener­ge­tische Sanie­rungen gelten als zentraler Hebel, um die Ener­gie­ef­fi­zi­enz­klasse von Bestands­ge­bäuden zu verbessern. Maßnahmen wie Fassaden- und Dach­dämmung, der Austausch alter Fenster oder die Erneuerung inef­fi­zi­enter Heiz­systeme können den Ener­gie­ver­brauch deutlich senken und so zu einer besseren Einstufung führen. In der Praxis stoßen solche Maßnahmen bei Eigen­tümern und Inves­toren jedoch häufig auf Zurückhaltung.

Ein wesent­licher Grund sind die hohen Inves­ti­ti­ons­kosten. Ener­ge­tische Sanie­rungen sind kapi­tal­in­tensiv, insbe­sondere wenn sie eine tief­ge­hende Moder­ni­sierung – etwa mit dem Ziel eines Effizienzhaus-​Standards – umfassen. Staat­liche Förder­pro­gramme wie die Bundes­för­derung für effi­ziente Gebäude (BEG) unter­stützen solche Vorhaben zwar mit Zuschüssen und zins­ver­bil­ligten Krediten. Komplexe Antrags­ver­fahren und begrenzte Förder­mittel bleiben jedoch für viele Eigen­tümer ein Hemmnis.

Gerade bei Mehr­fa­mi­li­en­häusern hängt das Erreichen bestimmter Effi­zi­enz­klassen zudem vom Zusam­men­spiel mehrerer Faktoren ab: Gebäu­de­hülle, Wärme­ver­teilung und Ener­gie­er­zeugung. In der Praxis zeigt sich häufig eine Diskrepanz zwischen theo­re­ti­schen Einspar­po­ten­zialen und tatsächlich erreich­baren (gemes­senen) Effizienzklassen. …


Gekürzt. Geschrieben für Immo­bi­li­en­wirt­schaft. Der voll­ständige Beitrag erschien in der Nummer 02/​2026. Gratis testen unter https://​www​.haufe​-immo​bi​li​en​wirt​schaft​.de

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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