Fernwärme ist ein zentrales Element bei der Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung. Aber Versorger müssen im großen Stil investieren. Bild: Frank Urbansky

Kommunale Versorger in der Zwickmühle

von | 18. Juni 2025

Die Wärme­wende in Deutschland stockt – und das bleibt nicht ohne Folgen für die kommu­nalen Ener­gie­ver­sorger, die auf Fernwärme setzen. Viele Stadt­werke stehen vor einem funda­men­talen Problem: Die bestehenden Fern­wär­me­netze müssen erweitert und gleich­zeitig umwelt­freundlich gestaltet werden. Trotz poli­ti­scher Ziel­set­zungen und tech­ni­scher Fort­schritte scheint der Weg zur klima­neu­tralen Wärme­ver­sorgung voller Hürden zu sein.

Das Gesetz zur Wärme­planung und Dekar­bo­ni­sierung der Wärme­netze (WPG), das seit 2024 gilt, verfolgt ehrgeizige Ziele: Bis 2045 sollen Raumwärme, Warm­wasser und Prozess­wärme voll­ständig treib­haus­gas­neutral gestaltet werden. Zwischen­ziele sind bis 2030 eine klima­neu­trale Wärme­pro­duktion von 30 % sowie bis 2040 von 80 %. Für neue Wärme­netze gilt ab sofort ein Anteil von 65 % erneu­er­barer Energien. Große Kommunen müssen bis 2026, kleinere bis 2028 Wärme­pläne vorlegen.

Fern­wär­me­ausbau als zentraler Bestandteil

Die Fern­wär­me­ver­sorgung, derzeit bei 14 % der Haushalte, soll auf 20 % steigen. Dies erfordert den Anschluss von jährlich über 100.000 Gebäuden an Wärme­netze. Der Bund stellt bis 2027 rund 4,5 Milli­arden Euro bereit, doch die Branche schätzt die Gesamt­kosten auf 100 Milli­arden Euro. Kommunen können Anschluss­zwänge verhängen, was indi­vi­duelle Planungen beeinflusst.


Gekürzt. Geschrieben für Fuels Lubes Energie. Der voll­ständige Beitrag ist nur in der Ausgabe 6/​2025 zu lesen. Zum kosten­freien Probeabo geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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