Gascade hat rund 400 Kilometer bestehender Erdgasleitungen auf Wasserstoff umgestellt. Foto: Gascade

Wasser­stoff: Infra­st­uktur ohne Markt?

von | 6. März 2026

Der Hochlauf der Wasser­stoff­wirt­schaft bleibt deutlich hinter den poli­ti­schen Erwar­tungen zurück. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundes­rech­nungshof. Die Prüfer sehen zentrale energie- und indus­trie­po­li­tische Ziele gefährdet: Planung, Prio­ri­sierung und Umsetzung der natio­nalen Wasser­stoff­stra­tegie greifen nicht inein­ander. Angebot, Nachfrage und Infra­struktur entwi­ckeln sich weit­gehend entkoppelt.

Politisch gilt Wasser­stoff als Schlüssel zur Klima­neu­tra­lität bis 2045 und als Rettungs­anker für ener­gie­in­tensive Indus­trien. Tatsächlich wächst der Markt jedoch langsamer, frag­men­tierter und teurer als vorgesehen.

Markt ohne Zug

Nach Einschätzung des Bundes­rech­nungshofs wird die heimische Produktion von grünem Wasser­stoff bis 2030 deutlich unter den Ziel­werten bleiben. Auch Importe können die Lücke kaum schließen, da viele poten­zielle Liefer­länder selbst noch am Anfang ihrer Produk­ti­ons­ketten stehen. Staat­liche Anreize entfalten im Inland bislang nur begrenzte Wirkung: Stahl‑, Chemie- und Raffi­ne­rie­un­ter­nehmen inves­tieren zurück­haltend in wasser­stoff­ba­sierte Prozesse. …


Gekürzt. Geschrieben für Energie&Management. Erschienen in der Ausgabe 3/​2026. Der voll­ständige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kosten­freien Probeabo, dem Arti­kelkauf oder den verschie­denen Abonnement-​Paketen geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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