Der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft bleibt deutlich hinter den politischen Erwartungen zurück. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesrechnungshof. Die Prüfer sehen zentrale energie- und industriepolitische Ziele gefährdet: Planung, Priorisierung und Umsetzung der nationalen Wasserstoffstrategie greifen nicht ineinander. Angebot, Nachfrage und Infrastruktur entwickeln sich weitgehend entkoppelt.
Politisch gilt Wasserstoff als Schlüssel zur Klimaneutralität bis 2045 und als Rettungsanker für energieintensive Industrien. Tatsächlich wächst der Markt jedoch langsamer, fragmentierter und teurer als vorgesehen.
Markt ohne Zug
Nach Einschätzung des Bundesrechnungshofs wird die heimische Produktion von grünem Wasserstoff bis 2030 deutlich unter den Zielwerten bleiben. Auch Importe können die Lücke kaum schließen, da viele potenzielle Lieferländer selbst noch am Anfang ihrer Produktionsketten stehen. Staatliche Anreize entfalten im Inland bislang nur begrenzte Wirkung: Stahl‑, Chemie- und Raffinerieunternehmen investieren zurückhaltend in wasserstoffbasierte Prozesse. …
Gekürzt. Geschrieben für Energie&Management. Erschienen in der Ausgabe 3/2026. Der vollständige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kostenfreien Probeabo, dem Artikelkauf oder den verschiedenen Abonnement-Paketen geht es hier.





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