Martin Schulz (links) leitet bei Atreus die Solution Group Energie und Umwelt. Zuvor war er in mehreren Führungspositionen der Energie- und Industriewirtschaft tätig, unter anderem als General Manager bei Air Liquide Germany und als CEO der Carbagas AG. Thomas Gläßer leitet bei Atreus die Solution Group Infrastruktur-Großprojekte. Zuvor bekleidete er Geschäftsführungspositionen in Konzernen sowie in mittelständischen und kommunalen Unternehmen.

„Ohne Förderung wird Fernwärme in der Anlauf­phase kaum wirt­schaftlich sein!”

von | 14. August 2026

Für den Ausbau und die Dekar­bo­ni­sierung der Fernwärme sind milli­ar­den­schwere Inves­ti­tionen, neue Wärme­quellen, digitale Infra­struk­turen und inno­vative Finan­zie­rungs­mo­delle erfor­derlich. Gleich­zeitig müssen Versorger steigende regu­la­to­rische Anfor­de­rungen, den Fach­kräf­te­mangel und Fragen der Wirt­schaft­lichkeit bewäl­tigen. Im Interview sprechen Martin Schulz und Thomas Gläßer von Atreus über eine eigens erstellte Studie, die zeigt, welche Inves­ti­tionen für Stadt­werke und kommunale Ener­gie­ver­sorger jetzt Priorität haben und wie die Wärme­wende sozi­al­ver­träglich gelingen kann.

sprin​ger​pro​fes​sional​.de: Sie gehen von einer Förder­quote von rund 40 Prozent aus, um Fern­wär­me­pro­jekte überhaupt wirt­schaftlich darstellbar zu machen. Ist die Wärme­wende ohne dauer­hafte Subven­tio­nierung der Netze realis­tisch – oder entsteht hier struk­turell ein dauerhaft defi­zi­täres Geschäfts­modell für kommunale Versorger?

Martin Schulz: Ohne Förderung werden viele Fern­wär­me­pro­jekte in der Anlauf­phase kaum wirt­schaftlich darstellbar sein. Daraus folgt jedoch nicht, dass Fernwärme dauerhaft ein Zuschuss­ge­schäft bleibt. Förder­mittel und privates Kapital können den Einstieg ermög­lichen, lang­fristig muss sich das Geschäfts­modell selbst tragen. Dafür braucht es aller­dings eine ausrei­chend hohe Anschluss­dichte, einen wett­be­werbs­fä­higen Wärme­er­zeu­gungsmix und vor allem regu­la­to­rische Planungs­si­cherheit. Fernwärme ist daher nicht überall die richtige Lösung. Wo die Rahmen­be­din­gungen stimmen, kann sie jedoch wirt­schaftlich betrieben werden. …


Gekürzt. Geschrieben für Sprin­ger­Pro­fes­sional. Der komplette Beitrag kann hier gelesen werden.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Programm für „Fuels of the Future“ 2027 in Berlin steht

Programm für „Fuels of the Future“ 2027 in Berlin steht

Wie können erneuerbare Kraftstoffe zum Klimaschutz im Verkehr und zu einer sicheren Energieversorgung beitragen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die 24. Internationale Fachkonferenz „Fuels of the Future“ im CityCube Berlin am 18. und 19. Janaur 2027. Das Programm...

Programm für „Fuels of the Future“ 2027 in Berlin steht

Programm für „Fuels of the Future“ 2027 in Berlin steht

Wie können erneuerbare Kraftstoffe zum Klimaschutz im Verkehr und zu einer sicheren Energieversorgung beitragen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die 24. Internationale Fachkonferenz „Fuels of the Future“ im CityCube Berlin am 18. und 19. Janaur 2027. Das Programm...

Digi­tail­i­sierung hilft auch beim Brandschutz

Digi­tail­i­sierung hilft auch beim Brandschutz

Intelligente Brandschutz- und Entrauchungssysteme können ein wichtiger Baustein der digitalen Gebäudeinfrastruktur sein. Was lange Zeit vor allem der Erfüllung regulatorischer Anforderungen diente, gewinnt vor dem Hintergrund von Digitalisierung, demografischem Wandel...