Die Zementindustrie zählt weltweit zu den größten CO₂-Emittenten. Forschende des DLR testen deshalb ein Verfahren, das fossile Brennstoffe durch konzentrierte Solarstrahlung ersetzt und die Emissionen bei der Zementproduktion deutlich senken könnte.
Zement steckt in Fußböden, Wänden und Decken – und ist zugleich einer der größten Klimatreiber der Industrie. Rund acht Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen entstehen bei seiner Herstellung. Forschende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeiten deshalb an einem Verfahren, das die Produktion des wichtigsten Baustoffs der Welt deutlich klimaverträglicher machen soll. Statt fossiler Brennstoffe soll konzentrierte Solarstrahlung die extrem hohen Temperaturen liefern, die für die Herstellung von Zement erforderlich sind.
Klimafreundlicher Baustoff
Im Projekt CemSol hat das DLR bereits erfolgreiche Versuche mit der künstlichen Sonne „Synlight” durchgeführt. Ziel ist es, den energieintensiven Kalzinierungsprozess künftig mit solarthermisch erzeugter Hochtemperaturwärme zu betreiben und gleichzeitig CO₂ zu binden. Die Kalzinierung von Kalkstein ist ein zentraler Schritt der Zementherstellung und erfolgt bislang fast ausschließlich mithilfe fossiler Energieträger. Rund 60 Prozent der Emissionen der Branche entstehen allein in diesem Prozessschritt. …
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