Alexander Ubach-Utermöhl ist Geschäftsführer von LAVA ENERGY. Foto: LAVA ENERGY

Die Wärme­wende gelingt, wenn man in Quar­tieren denkt”

von | 1. September 2026

Wie lassen sich Bestands­ge­bäude und Neubauten in einem gemein­samen Ener­gie­system wirt­schaftlich mitein­ander verbinden? Und welche Rolle spielen dabei Wärme­pumpen, Mieter­strom und Ladeinfrastruktur?

Darüber spricht Alexander Ubach-​Utermöhl, Geschäfts­führer von Lava Energy, am Beispiel des Wohn­quar­tiers „Tiamo” in Potsdam. Das Projekt zeigt, wie sekto­ren­ge­kop­pelte Quar­tiers­lö­sungen die Dekar­bo­ni­sierung voran­bringen und gleich­zeitig Betriebs­kosten und Infra­struktur opti­mieren können.

sprin​ger​pro​fes​sioal​.de: Was war die größte Heraus­for­derung, Bestand und Neubau in einem gemein­samen Ener­gie­system zu verbinden?

Alexander Ubach-​Utermöhl: Wir hatten es mit einer Mischung aus Neubauten und einem älteren Gebäu­de­be­stand zu tun haben – etwa im Verhältnis 60 zu 40. Der Bestand wirkt denk­mal­ge­schützt, auch wenn das formal nicht überall der Fall ist. Entscheidend war, die hohen Vorlauf­tem­pe­ra­turen, die aus hygie­ni­schen Gründen benötigt werden, mit dem Nieder­tem­pe­ra­turnetz der Neubauten sinnvoll zu verbinden, das dort auch der Trink­was­ser­be­reitung dient.

Gelöst haben wir das über ein zentrales Ener­gie­system. Dort arbeiten drei Wärme­pumpen in Kaskade mit drei Gas-​Brennwertkesseln zusammen. Von dieser Zentrale aus versorgt ein Vier­lei­ternetz alle Gebäude. Das Hoch- und das Nieder­tem­pe­ra­turnetz erreichen sowohl den Bestand als auch die Neubauten

Im Sommer können wir das Nieder­tem­pe­ra­turnetz sogar abschalten. Die Trink­warm­was­ser­be­reitung erfolgt dann über das Hoch­tem­pe­ra­turnetz. So erreichen wir die erfor­der­lichen Tempe­ra­turen von über 60 Grad für den Legio­nel­len­schutz und halten gleich­zeitig die Netz­ver­luste gering. …


Gekürzt. Geschrieben für Sprin­ger­Pro­fes­sional. Der komplette Beitrag kann hier gelesen werden.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

EnWiPo
EnWiPo
Präzises Hagel­ri­si­ko­modell für Solarparks

Präzises Hagel­ri­si­ko­modell für Solarparks

Mit neuen Erkenntnissen zu Windgeschwindigkeiten bei Hagelstürmen hat VDE Americas sein Hagelrisikomodell für Solarparks überarbeitet. Die Daten zeigen stärkere Winde als bislang angenommen und liefern eine präzisere Grundlage für die Bewertung von Schadensrisiken....

Wie Biber Land­schaften zu CO₂-​Speichern machen

Wie Biber Land­schaften zu CO₂-​Speichern machen

Biber verändern Ökosysteme tiefgreifend – und leisten dabei offenbar deutlich mehr für den Klimaschutz als bislang angenommen. Neue Forschungsergebnisse zeigt, dass ihre Dämme Feuchtgebiete entstehen lassen, Kohlenstoff im Boden binden und ganze Landschaften zu...

Neue Gasrei­nigung bringt Wasser­stoff auf Industriequalität

Neue Gasrei­nigung bringt Wasser­stoff auf Industriequalität

Im Energiepark Bad Lauchstädt hat eine neue Gasaufbereitungsanlage die Dichtheitsprüfung bestanden. Sie soll künftig sicherstellen, dass grüner Wasserstoff die für industrielle Anwendungen erforderlichen Qualität erreicht. Damit grüner Wasserstoff tatsächlich in der...

Verga­ser­kessel brauchen spezi­fi­sches Brennholz

Verga­ser­kessel brauchen spezi­fi­sches Brennholz

Holzvergaserkessel sind die technisch anspruchsvollere Variante klassischer Stückholzheizungen. Der entscheidende Unterschied: Das Holz verbrennt nicht direkt, sondern wird in einem zweistufigen Prozess zunächst thermisch zersetzt. Das entstehende Holzgas wird...