Holzvergaserkessel sind die technisch anspruchsvollere Variante klassischer Stückholzheizungen. Der entscheidende Unterschied: Das Holz verbrennt nicht direkt, sondern wird in einem zweistufigen Prozess zunächst thermisch zersetzt. Das entstehende Holzgas wird anschließend in einer zweiten Zone bei hohen Temperaturen verbrannt. Dafür ist jedoch eine definierte Brennstoffqualität erforderlich.
Holzvergaserkessel erreichen höhere Wirkungsgrade und bessere Emissionswerte als einfache Festbrennstoffkessel. Der Hersteller Ökoloco beschreibt den Prozess in sechs Schritten: 1. Brennstoff laden, 2. zünden, 3. das Holz bei Sauerstoffmangel in der Vergasungskammer in Gas überführen, 4. dieses Gas in eine zweite Kammer leiten, 5. unter Sauerstoffzugabe nahezu vollständig verbrennen. Dadurch sind Wirkungsgrade von über 90 Prozent bei zugleich geringeren Emissionen erreichbar.
Technisch basiert der Holzvergaserkessel somit auf einer kontrollierten Pyrolyse. Im oberen Füllraum wird das Scheitholz erhitzt, ohne vollständig zu verbrennen. Die entstehenden Holzgase werden durch eine Düse in die Brennkammer geleitet und dort mithilfe geregelter Luftzufuhr in einer zweiten Verbrennungszone verbrannt. Über die Prozessqualität entscheidet dabei vor allem die Regelungstechnik: Lambdasonde, Primär- und Sekundärluftsteuerung, Saugzuggebläse, automatische Zündung und Wärmetauscherreinigung sind heute zentrale Bausteine für hohe Effizienz und niedrige Staubwerte. …
Gekürzt. Geschrieben für Fuels Lubes Energie. Der vollständige Beitrag ist nur in der Ausgabe 7–8/2026 zu lesen. Zum kostenfreien Probeabo geht es hier.





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