Die Erwärmung von Küstengewässern treibt laut einer neuen Studie weltweit gefährliche schwüle Hitzewellen an. Forschende sehen darin einen zentralen Klimatreiber – und einen möglichen Frühwarnindikator für extreme Hitzeereignisse.
Schwüle Hitzewellen zählen zu den gefährlichsten Folgen des Klimawandels, weil nicht allein die Temperatur, sondern vor allem die Kombination aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit den menschlichen Körper massiv belastet. Während trockene Hitze durch Verdunstungskühlung teilweise kompensiert werden kann, funktioniert dieser natürliche Schutzmechanismus bei hoher Luftfeuchtigkeit nur noch eingeschränkt. Die Folge: Der Körper kann sich durch Schwitzen nicht mehr ausreichend abkühlen.
Belastung für Menschen messbar
Frühere Untersuchungen zeigen, dass selbst gesunde Menschen bei sogenannten Feuchtkugeltemperaturen von mehr als 31,5 Grad Celsius kollabieren können. Die Feuchtkugeltemperatur – also der Wert, den ein Thermometer anzeigt, wenn es mit einem feuchten Tuch umwickelt und der Luft ausgesetzt wird – beschreibt die kombinierte Belastung aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit und gilt als besonders aussagekräftiger Indikator für gesundheitliche Risiken durch Hitze. Mit der zunehmenden Intensität und Häufigkeit schwüler Hitzewellen steigt deshalb auch weltweit die Gefahr hitzebedingter Erkrankungen und Todesfälle. …
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