Viele Staaten messen Fortschritte beim Klimaschutz an sinkenden Emissionen und einem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien. Eine neue Studie zeigt jedoch: Diese Sicht greift zu kurz. Entscheidend ist nicht nur das Ergebnis, sondern ob sich das Energiesystem grundlegend verändert.
Viele Länder haben sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt und berichten regelmäßig über ihre Fortschritte. Doch was auf den ersten Blick nach Erfolg aussieht, erweist sich bei genauerem Hinsehen oft als weniger belastbar. Ein Forschungsteam um Germán Bersalli vom Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit in Potsdam stellt genau diese Form der Fortschrittsmessung infrage.
Vier Länder im Realitätscheck
In der Fachzeitschrift Current Research in Environmental Sustainability entwickeln die Wissenschaftler einen neuen Bewertungsansatz und wenden ihn auf Dänemark, Deutschland, Norwegen und das Vereinigte Königreich an. Die zentrale Erkenntnis: In allen untersuchten Ländern fehlt bislang die umfassende systemische Transformation, die für ein CO₂-freies Energiesystem notwendig wäre (vgl. A simple yet holistic approach for assessing systemic change in sectoral zero-carbon transitions: The case of electricity in Europe). …
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