Mit einem Chemical-Looping-Vergaser und der Integration erneuerbarer Energien soll die Effizienz der Herstellung von grünem Methanol effizienter werden. Foto: TU Darmstadt

Grünes Methanol mit globalem Potenzial

von | 10. September 2025

Grünes Methanol gilt als viel­ver­spre­chender Kandidat im Rennen um klima­neu­trale Ener­gie­träger. Es ist flüssig, spei­cherbar, trans­port­fähig – und kann sowohl aus biogenen Abfällen als auch mithilfe erneu­er­barer Energien synthe­ti­siert werden. In Forschung, Industrie und in der Schiff­fahrt zeigt sich: Das Potenzial ist groß. Doch der Weg zur breiten Verfüg­barkeit bleibt ambitioniert.

Methanol ist eine altbe­kannte Chemi­kalie, die weltweit vor allem in der chemi­schen Industrie einge­setzt wird. Unter bestimmten Voraus­set­zungen könnte sie auch eine entschei­dende Rolle als Kraft­stoff spielen: rege­ne­rativ erzeugt und mit einer gut zu hand­ha­benden Infrastruktur.

Denn: Methanol ist ein flüssiger Ener­gie­träger mit viel­sei­tigem Einsatz­po­tenzial – als reiner Kraft­stoff (M100) oder als Beimi­schung zu Benzin (z. B. M15, M85). Zwar liegt seine Ener­gie­dichte bei etwa der Hälfte von Benzin oder Diesel. Doch ermög­lichen modi­fi­zierte Motoren bis zu 10 % mehr Leistung und einen um rund 15 % höheren ther­mi­schen Wirkungsgrad. Im Vergleich zu gasför­migen Kraft­stoffen ist Methanol einfacher zu handhaben, was es besonders für den Straßen‑, Schiffs- und Schie­nen­verkehr attraktiv macht.

Doch dazu bedarf es noch viel Forschungs­arbeit. Diese wird derzeit bereits geleistet. …


Gekürzt. Geschrieben für Fuels Lubes Energie. Der voll­ständige Beitrag ist nur in der Ausgabe 9/​2025 zu lesen. Zum kosten­freien Probeabo geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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