Kommunale Versorger und Wohnungsunternehmen stehen bei der Umstellung ihrer Wärmeversorgung unter erheblichem Druck. Sie sollen politische Vorgaben umsetzen, Investitionen anstoßen und zugleich soziale Verwerfungen vermeiden. Steigende Energiepreise, verunsicherte Mieter und ein zunehmender Fachkräftemangel verschärfen die Situation. Contracting kann in diesem Umfeld eine Lösung sein – ist jedoch kein Allheilmittel.
Contracting wächst. Der Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting beziffert den Branchenumsatz für 2024 auf 5,26 Milliarden Euro, ein Plus von 6,3 Prozent. Die Zahl der Verträge stieg um 7,5 Prozent. Rund zwei Drittel der Projekte entfallen auf Wohnungswirtschaft und Quartiersversorgung. Damit bleibt dieser Bereich das zentrale Anwendungsfeld für Contracting-Modelle.
Auch technologisch hat sich das Bild deutlich verändert. Nach Angaben des Verbandes hat sich der Anteil von Luftwärmepumpen in Contracting-Projekten von 14 auf 30 Prozent mehr als verdoppelt. Holzheizungen verlieren hingegen an Bedeutung und kommen nur noch auf 26 Prozent. Förderprogramme wie BEG und BEW werden zwar häufiger genutzt, jedoch keineswegs flächendeckend: Nur etwa ein Drittel der Anbieter greift darauf zurück, die Mehrheit verzichtet. Ein wesentlicher Grund dürfte die hohe Komplexität der Programme sein. …




0 Kommentare