Großwärmepumpe des Energieverbundsystems in Waldbronn. Foto: EnBW

Wo Contracting passt – und wo nicht

von | 31. Januar 2026

Kommunale Versorger und Wohnungs­un­ter­nehmen stehen bei der Umstellung ihrer Wärme­ver­sorgung unter erheb­lichem Druck. Sie sollen poli­tische Vorgaben umsetzen, Inves­ti­tionen anstoßen und zugleich soziale Verwer­fungen vermeiden. Steigende Ener­gie­preise, verun­si­cherte Mieter und ein zuneh­mender Fach­kräf­te­mangel verschärfen die Situation. Contracting kann in diesem Umfeld eine Lösung sein – ist jedoch kein Allheilmittel.

Contracting wächst. Der Verband für Ener­gie­dienst­leis­tungen, Effizienz und Contracting beziffert den Bran­chen­umsatz für 2024 auf 5,26 Milli­arden Euro, ein Plus von 6,3 Prozent. Die Zahl der Verträge stieg um 7,5 Prozent. Rund zwei Drittel der Projekte entfallen auf Wohnungs­wirt­schaft und Quar­tiers­ver­sorgung. Damit bleibt dieser Bereich das zentrale Anwen­dungsfeld für Contracting-Modelle.

Auch tech­no­lo­gisch hat sich das Bild deutlich verändert. Nach Angaben des Verbandes hat sich der Anteil von Luft­wär­me­pumpen in Contracting-​Projekten von 14 auf 30 Prozent mehr als verdoppelt. Holz­hei­zungen verlieren hingegen an Bedeutung und kommen nur noch auf 26 Prozent. Förder­pro­gramme wie BEG und BEW werden zwar häufiger genutzt, jedoch keineswegs flächen­de­ckend: Nur etwa ein Drittel der Anbieter greift darauf zurück, die Mehrheit verzichtet. Ein wesent­licher Grund dürfte die hohe Komple­xität der Programme sein. …


Gekürzt. Geschrieben für Energie&Management. Erschienen in der Ausgabe 1–2/​2026. Der voll­ständige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kosten­freien Probeabo, dem Arti­kelkauf oder den verschie­denen Abonnement-​Paketen geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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