Kommunale gasgetriebene Kraft-Wärme-Kopplung war lange das, was man im Stadtwerkealltag „einfach laufen lässt“: ein verlässlicher Motorraum hinter dem Wärmenetz – effizient, robust und kalkulierbar. Doch diese Zeit endet. In Zukunft wird KWK andere Brennstoffe als Erdgas benötigen.
Attraktiv bleibt die KWK, weil sie zwei Versorgungsaufgaben koppelt, die in der kommunalen Praxis nie getrennt waren und auch schwer zu trennen sind: Wärme- und Stromversorgung zu Zeiten hoher Nachfrage. Was sich ändert, ist ihre Rolle im Gesamtsystem. Das Gebäudeenergiegesetz (auch wenn es wohl in diesem Jahr geändert wird) und dessen Fördermechanismen drängen die KWK weg vom Dauerläufer hin zum flexiblen Baustein. Doch auch dafür braucht es einen Weg ohne fossile Brennstoffe. Für gasbetriebene Anlagen ist Wasserstoff ein möglicher Pfad zur Dekarbonisierung – allerdings ein teurer. Für den sozial sensiblen Wärmemarkt ist er deswegen alles andere als prädestiniert.
Hamburg-Othmarschen: KWK auf dem H₂-Pfad
In der Praxis gibt es dennoch erste Beispiele. In Hamburg-Othmarschen betreibt HanseWerk Natur gemeinsam mit INNIO Jenbacher einen 1‑MW-Großgasmotor in einem Feldtest. Ziel ist es, den Betrieb mit Wasserstoff-Erdgas-Gemischen bis hin zu 100 Prozent Wasserstoff zu erproben. „Ready for H₂“ soll dabei für heute Erdgas, morgen steigende H₂-Anteile, später die Umrüstung auf reinen Wasserstoffbetrieb stehen. …
Gekürzt. Geschrieben für stadt+werk, Ausgabe 3/ 2026. Der komplette Beitrag ist nur dort zu lesen.





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