Der Preis spricht für Autogas. Selbst wenn man die geringere Energiedichte einrechnet, kommt man nur auf etwa 1,00 Euro. - Foto: Urbansky

Güns­tigere Energie bremst Inflation im Januar aus

von | 30. Januar 2014

Die Verbrau­cher­preise in Deutschland werden sich im Januar 2014 voraus­sichtlich um 1,3 % gegenüber dem Vorjah­res­monat erhöhen.

Wie das Statis­tische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorlie­genden Ergeb­nissen weiter mitteilt, sinken die Verbrau­cher­preise gegenüber Dezember 2013 voraus­sichtlich um 0,6 %. 

Die vergleichs­weise niedrige Infla­ti­onsrate – gemessen am Verbrau­cher­preis­index – ist insbe­sondere auf die gesun­kenen Preise für Energie im Januar 2014 im Vergleich zu Januar 2013 zurück­zu­führen. Der Preis­an­stieg bei den Nahrungs­mitteln liegt mit voraus­sichtlich + 3,6 % gegenüber dem Vorjahr weiterhin deutlich über der Gesamtteuerung. 

Jährliche Verän­derung des Verbrau­cher­preis­in­dexes
und ausge­wählter Güter­gruppen in %

Gesamt­index /​Teilindex

Gewichtung
in Promille

Oktober
2013

November
2013

Dezember
2013

Januar
2014 1

Gesamt­index

1000

1,2

1,3

1,4

1,3

Waren

479,77

1,2

1,1

1,4

0,8

darunter: 

Energie 2

106,56

– 0,5

– 0,3

1,1

– 1,8

Nahrungs­mittel

90,52

4,2

3,2

3,8

3,6

Dienst­leis­tungen

520,23

1,2

1,5

1,4

1,9

darunter: 

Wohnungs­miete 3

209,93

1,3

1,5

1,6

1,5

1 Vorläufige Werte. 
2 Haus­halts­en­ergie und Kraft­stoffe.
3 Nettokaltmiete.

Die endgül­tigen Ergeb­nisse für Januar 2014 werden am 13. Februar 2014 veröffentlicht.

Quelle: Destatis

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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