Rheinfrachter. Foto: Urbansky

Güter­verkehr steigt um 0,8 %

von | 7. Februar 2014

Der Güter­verkehr in Deutschland hat im Jahr 2013 zuge­nommen: Nach vorläu­figen Angaben des Statis­ti­schen Bundes­amtes (Destatis) stieg das Trans­port­auf­kommen gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % auf 4,3 Milli­arden Tonnen.

Das moderate Wirt­schafts­wachstum von + 0,4 % wirkte sich somit auch auf die Güter­be­för­derung aus. Zum Wachstum trugen der Straßen- und Eisen­bahn­verkehr sowie die Binnen­schiff­fahrt bei. Der Luft­verkehr blieb konstant. Dagegen verbuchten der Seeverkehr und der Transport von Rohöl in Rohr­lei­tungen Rückgänge. 

Auf der Straße wurden – nach einer Schätzung des Bundes­mi­nis­te­riums für Verkehr und digitale Infra­struktur – im vergan­genen Jahr rund 3,3 Milli­arden Tonnen und damit 0,9 % mehr befördert als im Jahr 2012. Der Stra­ßen­gü­ter­verkehr hatte auch 2013 den höchsten Anteil am Trans­port­auf­kommen (77 %). 

Die Binnen­schiff­fahrt wuchs mit + 1,7 % im Vergleich der Verkehrs­zweige am stärksten. Sie steigerte ihre Beför­de­rungs­menge auf 227 Millionen Tonnen. Der Güter­verkehr der Eisenbahn legte im Jahr 2013 um 0,8 % zu: Auf Schienen wurden 369 Millionen Tonnen befördert. Flugzeuge trans­por­tierten mit 4,3 Millionen Tonnen genauso viel Fracht wie im Vorjahr. 

Dagegen verlor die Seeschiff­fahrt erstmals seit der Wirtschafts- und Finanz­krise 2009 wieder Trans­port­auf­kommen: Es verrin­gerte sich gegenüber 2012 um 0,6 % auf 293 Millionen Tonnen. Der Transport von Rohöl in Rohr­lei­tungen ging ebenfalls um 0,6 % zurück, die Beför­de­rungs­menge sank hier auf 87 Millionen Tonnen.

Verkehrs­zweig

2013 1

2012

Verän­derung 2013
gegenüber 2012

Tonnen

Tonnen­ki­lo­meter

Tonnen

Tonnen­ki­lo­meter

Tonnen

Tonnen­ki­lo­meter

Millionen

Milli­arden

Millionen

Milli­arden

in %

Straße

3 336,8

453,0

3 306,7

446,0

0,9

1,6

darunter: 

inlän­dische Lkw

2 892,2

281,3

2 875,7

280,0

0,6

0,5

Eisenbahn

369,0

111,9

366,1

110,1

0,8

1,6

Binnen­schiff

226,9

59,7

223,2

58,5

1,7

2,2

Seeschiff

293,3

x

295,1

x

– 0,6

x

Rohr­leitung (Rohöl)

87,3

18,2

87,9

16,2

– 0,6

12,2

Luftfahrt

4,3

x

4,3

x

0,0

x

Insgesamt

4 317,6

642,8

4 283,3

630,7

0,8

1,9

Quelle: Destatis

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
„Diesel­ag­gregate haben mit Holz­ver­gaser eine Zukunft“

Diesel­ag­gregate haben mit Holz­ver­gaser eine Zukunft“

Interview mit Matthias von Senfft, International Sales Manager bei Spanner Re², www.holz-kraft.com Brennstoffspiegel: Wie würden Sie kurz den Vorteil von Holzvergasern gegenüber anderen Heiztechnologien beschrieben? von Senfft: Sie sind effizienter als...

Inves­ti­tionen und Betrieb andere machen lassen

Inves­ti­tionen und Betrieb andere machen lassen

Die Novellen der Heizkostenverordnung und der Wärmelieferverordnung lassen auf sich warten. Jedoch wurden zuletzt steuerliche Hemmnisse für Wohnungsunternehmen verringert, die ihnen den Energiehandel erschwerten. Für Contractoren ist dies kein bedrohliches Szenario....

West­afrika: Wasserstoff-​Powerhouse mit drei Haken

West­afrika: Wasserstoff-​Powerhouse mit drei Haken

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek will den Sonnenreichtum Westafrikas nutzen, um Wasserstoff für Deutschland zu produzieren. Das Projekt hat nur Chancen bei einer echten Partnerschaft. Ohne Wasserstoff wird die Energiewende nicht gelingen. "Der Strombedarf...

Strom aus Strömen

Strom aus Strömen

Wasserkraft ist neben Biomasse die einzige grundlastfähige erneuerbare Energieform. Doch die Ausbaupotenziale für große Pumpspeicher- oder reine Wasserkraftwerke sind begrenzt. Bürger begehren auf, Investoren ziehen sich zurück. Die kleine Variante, etwa...