Flachkollektoren wie hier in Verbindung mit Photovoltaik sind am Markt deutlich weiter verbreitet als Röhrenkollektoren. Foto: Urbansky

Doppelt wärmt besser

von | 21. März 2014

Mit der Novelle der Ener­gie­ein­spar­ver­ordnung rückt die Solar­heizung weiter in den Mittel­punkt der Sanierung. Aus dem Neubau längst nicht mehr wegzu­denken, wird sie nun auch bei älteren Gebäuden eine echte Option – vor allem als Hybrid­heizung in Kombi­nation mit einem fossilen Brennstoff.


Nicht nur die neu über­ar­beitete Ener­gie­ein­spar­ver­ordnung (EnEV) wird Haus­be­sitzer und Vermieter verstärkt über Hybrid-​Heizungen nach­denken lassen. Es sind auch die stei­genden Ener­gie­kosten. Auch wenn Heizöl derzeit eine kleine Tief­preis­phase durch­läuft – es kann nicht darüber hinweg­täu­schen, dass alle Brenn­stoffe konti­nu­ierlich teurer werden
Eine weit­ver­breitete Methode, dieser Kosten­falle aus dem Weg zu gehen: Es wird weniger geheizt. Wer dennoch nicht bibbernd auf kalte Heiz­körper starren möchte, muss sich etwas einfallen lassen. Eine in Deutschland noch marginale, aber zuneh­mende Möglichkeit ist eine Hybrid­heizung. Dabei wird ein vorhan­denes oder neues Heizs­sytem auf fossiler oder erneu­er­barer Basis mit Solarthermie-​Kollektoren gekoppelt. Ein ausrei­chender Puffer­speicher sorgt für die nötige Bevor­ratung, falls die Sonne mal nicht scheinen mag. Für die normale Warm­was­ser­be­reitung reichen ordentlich ausge­legte Systeme auf jeden Fall und das ganze Jahr über aus. Im Sommer fallen also definitiv keine Kosten für die Warm­was­ser­be­reitung an. Wer noch darüber nachdenkt, die solare Wärme in seinen Heiz­kreislauf einzu­binden, um auch dort effektiv die Solar­anlage zu nutzen, muss finan­ziell mit weiteren Aufwänden rechnen.

Hand­werker müssen mitziehen

Die Hersteller sind teils seit den 90er Jahren auf diesen Zug aufge­sprungen und bieten sowohl Komplett­systeme als auch Module an, die mitein­ander oder mit vorhan­denen Geräten kombi­niert werden können (siehe dazu Markt­über­sicht auf den folgenden Seiten). Der Markt ist im Wachsen, aller­dings von sehr geringem Niveau aus. Je nach Hersteller sind etwa vier bis 15 Prozent aller verkauften Heizungs­systeme Kompakt­hy­bride. Die Zahl der frei kombi­nierten Anlagen, etwa bei einer Nach­rüstung einer bestehenden Anlage mit einem Solar­kol­lektor, kann niemand genau beziffern. Aller­dings, so Ramon Gomez von Brötje, sei der Solar­ther­mie­markt generell rück­läufig.
Geschrieben für IKZ Haus­technik 5/​2014.
Der voll­ständige Beitrag inklusive einer Markt­über­sicht über die Hybrid­syteme der wichitgsten deutschen Hersteller ist nur in der Print­ausgabe zu lesen. Zum kosten­freien E‑Paper-​Probeabo geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

2 Kommentare

  1. Frank Urbansky

    Wohl wahr. Diese Klage hört man häufig. Zur Not kann man sich aber bei den Herstellern über fähige Instal­la­teure in der Nähe erkun­digen. Denn diese Hand­werker werden von den Herstellern regel­mäßig geschult.

  2. Pvler

    Richtige Ansätze, nur sind viele Hand­werker auf den Instal­la­ti­on­niveau von vor 10 oder 20 Jahren hängen geblieben. „Das haben wir schon immer so gemacht” musste ich oft hören. Sobald ein System komplexer wird versagen viele.

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