Heizkraftwerk Heilbronn. Foto: Daniel Meier-Gerber / EnBW

Seit 2014 über KWK-​Anlagen mit 4,3 GW vom Netz

von | 9. September 2015

Seit Anfang 2014 bis Mitte diesen Jahres sind 15 KWK-​Großanlagen mit insgesamt 4,3 GW Nenn­leistung vom Netz gegangen. Das berichtet die Bundes­re­gierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage der Grünen. 

4 Kraft­werke davon bleiben jedoch als Reserve erhalten. Ihre Gesamt­leistung beträgt etwas mehr als 1 GW. 5 Kraft­werke schloss EON, 2 EnBW und 3 RWE. Jeweils 2 Kraft­werke von EON und EnBW bleiben in der Reserve. Erfasst wurden nur Anlagen mit einer Leistung größer 10 MW.

495 KWK-​Anlagen laufen derzeit noch in der Bundes­re­publik. Konkrete Aussagen zur Anzahl der bedrohten Anlagen und Arbeits­plätze macht die Regierung nicht, räumt aber ein, dass nach wissen­schaft­lichen Analysen der wirt­schaft­lichen Rahmen­be­din­gungen die Still­legung eines Teils der bestehenden, gasbe­feu­erten KWK-​Anlagen droht.

Die Grünen sehen in den derzei­tigen KWK-​G-​Plänen und dem bereits novel­lierten EEG eine faktische Kürzung für die Förderung des Ausbaus der KWK. Die Regierung hält es hingegen nicht für sinnvoll, dass die meist fossil befeuerte KWK gefördert wird, wenn immer mehr Erneu­erbare Energien, allen voran Windkraft, auf den Markt drängen. Dennoch hält sie an dem Ziel fest, dass in 5 Jahren 25 % des Stroms aus KWK gewonnen werden sollen. Aller­dings soll bis dahin auch nur die Förderung laufen, sprich Anlagen, die danach in Betrieb gehen, müssten aller Voraus­sicht nach ohne Förderung auskommen.

Vorschaubild: Das Heiz­kraftwerk Heilbronn der EnBW bleibt mit seinen 125 MW als Reser­ve­kraftwerk erhalten. Foto: Daniel Meier-​Gerber /​EnBW

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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