2015: Erneu­er­bare erzeu­gen 30 % Strom

Zwar ist Offshore-Wind fast grundlastfähig, weil über dem Wasser immer ein Lüftchen weht. Doch auch hier sind genaue Prognosen der Windstärke und Windrichtung nötig, um die Erträge genau einschätzen zu können. Foto: Urbansky Windkraft, Wetter, Solarstrom, Wetterpognose, Stromnetz
Zwar ist Offshore-Wind fast grundlastfähig, weil über dem Wasser immer ein Lüftchen weht. Doch auch hier sind genaue Prognosen der Windstärke und Windrichtung nötig, um die Erträge genau einschätzen zu können. Foto: Urbansky

2015 werden die Erneu­er­ba­ren rund 30 % zum deut­schen Strom­mix bei­tra­gen und damit etwas mehr als 4 % gegen­über dem Vorjahr. Das ergaben die ersten Schät­zun­gen des BDEW. Der Verband sieht die Ursa­chen für die erneute Stei­ge­rung im wei­te­ren Anla­gen­zu­bau und in den güns­ti­gen Wit­te­rungs­ver­hält­nis­sen mit reich­lich Sonne und viel Wind­last. Ins­ge­samt stieg die Brut­to­strom­erzeu­gung 627,8 Mrd. kWh im vorigen Jahr auf 647,1 Mrd. Kwh.

Hier die Zahlen nach Erzeu­gung im Ein­zel­nen:

Quelle/Daten: BDEW

Den Boom bei den Erneu­er­ba­ren machten ins­be­son­dere die Wind­kraft an Land möglich. Sie steuert allen 12 % zum gesam­ten Strom­mix bei. Das sind etwas mehr als 3 % gegen­über 2014. Wind auf See liebt zwar bei nur 1,3 %. Jedoch machte diese einen rie­si­gen Sprung von zuvor nur 0,2 %). Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen pro­du­zier­ten eben­falls mehr Strom als im Vorjahr und liegen aktuell bei 5,9 %, das sind 0,2 % mehr als zuvor.

Bio­masse ging mi 6,8 % minimal zurück, ebenso Was­ser­kraft mit 3,0 %. In abso­lu­ten Zahlen stieg die Strom­erzeu­gung aus Erneu­er­ba­ren Ener­gien von 162,5 auf 194,1 Mrd. kWh Nach Schät­zun­gen der Arbeits­ge­mein­schaft Ener­gie­bi­lan­zen liegt der Anteil der Erneu­er­ba­ren am gesam­ten Ener­gie­ver­brauch nunmehr bei 12,6 % und stige damit gegen­über 2014 um 1,1 % an.

Rück­läu­fig ist die Ver­stro­mung von Fos­si­len wie Kohle und Erdgas sowie die Kern­ener­gie. Braun­koh­le­kraft­werke kamen auf einen Anteil an der Strom­erzeu­gung von 24 % (24,8). Stein­koh­le­kraft­werke trugen 18,2 % (18,9) bei. Der Anteil von Kern­ener­gie liegt bei 14,1 % (15,5). Der Anteil von Erdgas an der Strom­erzeu­gung sank erneut und zwar dras­tisch von 9,7 % auf 8,8 %.

Vor­schau­bild: Legte 2015 stark zu — Offshore- Wind­kraft. Foto: Urban­sky

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