67 Mio. Euro: Solar­ther­mie Schwer­punkt bei Effizienz‐Forschung

SolarAktivHäuser wie das in Freiburg heizen haupt­sächlich mit Sonnenwärme. Forscher haben wissenschaftlich untersucht, wie sich deren Energiekonzept weiter optimieren lässt und wurden dabei vom Bund gefördert. Foto: Klaus Lambrecht, www.solaroffice.de
SolarAktivHäuser wie das in Freiburg heizen haupt­sächlich mit Sonnenwärme. Forscher haben wissenschaftlich untersucht, wie sich deren Energiekonzept weiter optimieren lässt und wurden dabei vom Bund gefördert. Foto: Klaus Lambrecht, www.solaroffice.de

Für For­schun­gen zu ener­gie­op­ti­mier­ten Gebäude und Quar­tie­ren hat die Bun­des­re­gie­rung 2015 ins­ge­samt 153 neue Pro­jekte mit ins­ge­samt 67,29 Mil­lio­nen Euro (2014: 47,19 Mil­lio­nen Euro) bewil­ligt. Für lau­fende Vor­ha­ben wurden inner­halb des Jahres 2015 54,86 Mil­lio­nen Euro (2014: 60,55 Mil­lio­nen Euro) auf­ge­wen­det. Die Höhe der För­der­summe über­rascht nicht, ist die die Ener­gie­ef­fi­zi­enz, also letzt­lich die Energie, die nicht ver­braucht wird, ein wesent­li­cher Bau­stein für das Gelin­gen der Ener­gie­wende. Letzt­lich ist auch nur so das für 2050 gesetzte Ziel eines nahezu kli­ma­neu­tra­len Gebäu­de­be­stan­des zu errei­chen.

Wie wird Deutsch­land 2050 wohnen? Der For­schungs­be­richt der Bun­des­re­gie­rung sieht Gebäude und Quar­tiere als intel­li­gent ver­netzte Ener­gie­ein­hei­ten im Kontext dezen­tra­ler Mini‐Kraftwerke für eine regio­nal abge­stimmte Ener­gie­ver­sor­gung. Mit Blick auf die Wär­me­wende sind moderne, hoch­ef­fi­zi­ente Hei­zungs­tech­nik und erneu­er­bare Wärme unver­zicht­bar, um die Ziele für den Gebäu­de­be­reich umset­zen zu können.

Die klas­si­schen Anwen­dungs­fel­der der Solar­ther­mie sind die Bereit­stel­lung von Warm­was­ser sowie der solare Beitrag zur Hei­zungs­wärme in Ein‐ und Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern. Hier hat die Tech­no­lo­gie einen hohen tech­ni­schen Rei­fe­grad erreicht, die Kosten müssen jedoch nach wie vor deut­lich redu­ziert werden.

Des­we­gen steht die Niedertemperatur‐Solarthermie auch im beson­de­ren Fokus der För­de­rung. Themen sind:

  • Inte­gra­tion von Solar­ther­mie in Wär­me­sys­teme
  • Sola­ri­sie­rung von Wär­me­net­zen
  • Wei­ter­ent­wick­lung von Solarak­tiv­häu­sern bezie­hungs­weise Null­ener­gie­häu­sern

Bei Solarak­tiv­häu­sern werden min­des­tens 50 % der Hei­zungs­leis­tung durch solare Wärme abge­deckt, die durch Solar­kol­lek­tor­an­la­gen gesam­melt wird. Null­ener­gie­häu­ser haben eine aus­ge­gli­chene Ener­gie­bi­lanz: Sie glei­chen ihren exter­nen Ener­gie­be­zug im Jah­res­mit­tel durch den eigenen Ener­gie­ge­winn, etwa durch Solar­an­la­gen, wieder aus. Bei­spiele sind das SolarAk­tiv­Haus in Frei­berg oder auch das Niedrigst‐Energie‐Hotel in München. Dieses wird mit erneu­er­ba­ren Ener­gien und Wär­me­rück­ge­win­nung geheizt und gekühlt.


Über die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen auf dem Solar­ther­mie­markt schreibt Energieblogger‐Kollege Björn Katz hier auf seinem Blog Strom­aus­kunft.