Hei­zungs­wün­sche: Solar­ther­mie ganz weit vorn

Quelle: Thermondo Thermondo, Solarthermie, Wärmepumpe
Quelle: Thermondo

Wenn Deut­sche frei wählen könnten, würden sie auf Solar­ther­mie als Hei­zungs­quelle Nr. 1 setzen. Das ergab eine Umfrage des Ener­gie­dienst­leis­ters Ther­mondo.

27 % würden sich demnach für Solar­ther­mie ent­schie­den, wenn sie denn die freie Wahl hätten. Erdgas, bisher im Wär­me­markt mit rund 50 % im Bestand und im Neubau die klare Nr. 1, käme nur auf 23 %. Recht populär ist auch Erd­wärme, mit der 18 % heizen wollen würden.

Quelle: Thermondo Solarthermie, Wärmepumpe
Quelle: Ther­mondo

Beson­ders attrak­tiv ist die Solar­ther­mie in Thü­rin­gen. Hier würden 47 % gerne mit der Solar­ther­mie heizen. Es folgen Sachsen mit 37 % und Bran­den­burg mit 36 %. Die Beliebt­heit der Solar­ther­mie lässt sich unter anderem auch mit ihrer Repu­ta­tion begrün­den, schließ­lich sind 94 % der Befrag­ten über­zeugt, dass sie mit ihr umwelt­freund­lich heizen. Ein Wert, den kein anderes Heiz­sys­tem auch nur annä­hernd erreicht. So halten 73 % die Wär­me­pumpe für umwelt­freund­lich und 42 % Erdgas.

Erdgas bleibt Nr. 1

Bei den Stu­di­en­teil­neh­mern, die in den kom­men­den zwölf Monaten eine Hei­zungs­sa­nie­rung planen, haben 31 % noch keine Ent­schei­dung über das Heiz­sys­tem getrof­fen. Die momen­tane Tendenz spricht aller­dings für Erdgas und Solar­ther­mie. Während 20 % eine Gas­hei­zung kaufen werden, haben sich 19 % für eine Solar­ther­mie ent­schie­den. Die Ölhei­zung ist weit weniger populär und wird nach der Moder­ni­sie­rung nur in 3,5 % der Haus­halte zu finden sein.

Inter­es­sant ist, dass viele Hei­zun­gen in deut­schen Eigen­hei­men ein Alter erreicht haben, in dem eine Moder­ni­sie­rung aus öko­no­mi­schen und öko­lo­gi­schen Sinnen emp­foh­len wird. So sind 30 % zwi­schen elf und zwanzig Jahren alt, 12 % bereits zwi­schen 12 und 30 Jahre und 5 % sogar schon über 30 Jahre alt. Hier soll einmal darauf hin­ge­wie­sen sein, dass der Aus­tausch 30 Jahre alter Heiz­kes­sel gesetz­lich vor­ge­schrie­ben ist.

Hälfte spart bei Tem­pe­ra­tur

Die Studie ergab zudem, dass 53 % der Befrag­ten darauf achten, nicht zu warm zu heizen, um so die Heiz­kos­ten nicht in die Höhe zu treiben. Darüber hinaus werden auch andere Ener­gie­spar­tipps umge­setzt. Am popu­lärs­ten ist das Stoß­lüf­ten (77 %), das Frei­räu­men der Heiz­kör­per (51 %) und die Abdich­tung der Fenster und Türen (44 %). Inter­es­san­tes Ergeb­nis am Rand: Unge­ach­tet aller Spar­maß­nah­men sehen zwei Drittel der Deut­schen ihre Wohl­fühl­tem­pe­ra­tur bei 20 bis 22,5°Celsius.

Zur Umfrage:
Das Markt­for­schungs­in­sti­tut Dr. Grieger & Cie. befragte im August 2016 im Auftrag von Ther­mondo Eigen­heim­be­sit­zer danach, welche ver­schie­de­nen Hei­zungs­ar­ten sie ver­wen­den, wie sie zu klas­si­schen und alter­na­ti­ven Heiz­me­tho­den stehen, und was sie über einen Hei­zungs­wech­sel denken.

Befragt wurden 1037 Per­so­nen zwi­schen 20 und 69 Jahren. Die Mehr­heit lebt in einem Haus­halt mit 2 bis 4 Per­so­nen und 36,1 % aller befrag­ten Per­so­nen ver­fü­gen über ein monat­li­ches Haus­halts­net­to­ein­kom­men zwi­schen 2.600 und 4.000 Euro.

Es wurden Bürger aus allen Bun­des­län­dern befragt, die Mehr­zahl der Stu­di­en­teil­neh­mer wohnt auf dem Land oder in einer mitt­le­ren Stadt mit bis zu 99.000 Ein­woh­nern in Baden‐Württemberg, Bayern und Nordrhein‐Westfalen. Wichtig war, dass sie ein Mit­spra­che­recht bei der Heizung in dem von ihnen bewohn­ten Haus haben.


Über das wach­sende Angebot an Heiz­strom, der für die in der Umfrage gut weg­ge­kom­mene Wär­me­pumpe ideal ist, infor­miert Energieblogger‐Kollege Björn Katz hier auf seinem Blog Strom­aus­kunft.

 

1 Kommentar

  1. Wenig ver­wun­der­lich — wenn dann noch die Umge­bungs­flä­chen »schöne +20°C« nicht unter­schrei­ten, die Heizung eher »strahlt« als »bläst« ist Mensch — Mann ein wenig früher, Frau nun ja, ein wenig später zufrie­den…

    das hab ich mir ebenda raus­ko­piert Alles sehr schön erklärt :

    Behag­lich­keit des Men­schen

    Die Behag­lich­keit des Men­schen hängt von der wär­me­phy­sio­lo­gisch »rich­ti­gen« Tem­pe­ra­tur ab. Diese Tem­pe­ra­tur ist jedoch keine Norm­größe, sondern unter­liegt sub­jek­ti­ven Emp­fin­dun­gen. Bei­spiels­weise emp­fin­den bei einer Raum­luft­tem­pe­ra­tur von 20 °C etwa 45 % der Männer und 40% der Frauen ther­mi­sches Wohl­be­fin­den. Diese Tem­pe­ra­tur emp­fin­den jedoch 15 % der Männer und 20 % der Frauen als zu kühl und jeweils 40 % als zu warm.

    Die emp­fun­dene Tem­pe­ra­tur des Men­schen hängt von seiner Wär­me­ab­gabe ab. Diese setzt sich durch Strah­lung an die Raum­wände mit der mitt­le­ren Tem­pe­ra­tur und durch Kon­vek­tion an die Luft zusam­men.

    Da wäre noch das hier Mensch heizt Raum — Mensch­heits­traum? alles mal »anders­herum« brrrr

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