Wie markt­reif ist die Brenn­stoff­zelle für den Hei­zungs­kel­ler

Seit Oktober 2013 versorgt dieses Brennstoffzellen-Heizgerät ein Einfamilienhaus in Mannheim. Der Brennstoff-Ausnutzungsgrad liegt bei gut 87 Prozent. Foto: MVV Brennstoffzelle, Eigenstromerzeugung, Wärmemarkt, Heizung, KWK
Seit Oktober 2013 versorgt dieses Brennstoffzellen-Heizgerät ein Einfamilienhaus in Mannheim. Der Brennstoff-Ausnutzungsgrad liegt bei gut 87 Prozent. Foto: MVV

Heiz­kes­sel im Keller sind Stan­dard, Solar­ther­mie auf dem Dach längst eta­bliert. Und auch Block­heiz­kraft­werke tun in vielen grö­ße­ren Gebäu­den effi­zi­ente Dienste. Im Schat­ten dieser Wär­me­ver­sor­ger steht die Brenn­stoff­zelle.

Etwa 2.000 wurden bisher in deut­schen Hei­zungs­kel­lern verbaut. Dabei ist sie gerade für klei­nere Gebäude eine mög­li­che Lösung. Nur die Preise müssten noch sinken.

Aktuell kann sich die Brenn­stoff­zelle für den Hei­zungs­kel­ler auch poli­ti­scher Unter­stüt­zung erfreuen. Im aktu­el­len und gerade ver­ab­schie­de­ten  Zehn-Jahres-Regierungsprogramm für Wasserstoff- und Brenn­stoff­zel­len­tech­no­lo­gie spielt der kleine Kraft­protz für den Keller eine ent­schei­dende Rolle. Erwar­tet wird seitens der Regie­rung bereits Ende dieses Jahres ein Markt­hoch­lauf von hoch inno­va­ti­ven sta­tio­nä­ren Brennstoffzellen-Heizungen im kleinen Leis­tungs­be­reich, also für Ein­fa­mi­li­en­häu­ser. Der soll beför­dert werden durch ein befris­te­tes und degres­siv aus­ge­leg­tes Inves­ti­ti­ons­zu­schuss­pro­gramm. Aber auch im gewerb­li­chen und indus­tri­el­len Bereich soll die Kraft-Wärme-Kopplung via Brenn­stoff­zelle geför­dert werden. …

70.000 in zehn Jahren

Das Markt­po­ten­zial scheint auch beträcht­lich. „Nach Abschluss des gestar­te­ten För­der­po­gramms für Brenn­stoff­zel­len sollen 70.000 Anlagen in Deutsch­land instal­liert sein“, schätzt Doris Witt­ne­ben, bei MVV Energie Inno­va­ti­ons­ma­na­ge­rin der Stabs­ab­tei­lung V‑C Cus­to­mer Expe­ri­ence und Inno­va­tion. Brenn­stoff­zel­len­hei­zun­gen und Brenn­stoff­zel­len­ge­ne­ra­to­ren hätten die Markt­reife erreicht, die Ziele in Callux seien erreicht und zum Teil deut­lich über­trof­fen worden. Das gelte auch für Brenn­stoff­zel­len­heiz­ge­räte für die Gebäu­de­en­er­gie­ver­sor­gung, die nicht in Callux getes­tet worden. …

Spe­zi­ell für Ein­fa­mi­li­en­häu­ser

Für Ein­fa­mi­li­en­häu­ser, und bei denen soll ja die große Markt­ein­füh­rung gelin­gen, bedarf es aller­dings wär­me­ge­führ­ter Brenn­stoff­zel­len. „Spe­zi­ell für den Einsatz in Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern werden seit einigen Jahren sehr kleine Kraft­wär­me­kopp­lungs­an­la­gen, auch ›Strom erzeu­gende Hei­zun­gen‹ genannt, ent­wi­ckelt, mit einer elek­tri­schen Leis­tung von jeweils 1 bis 2 kW bei einer ther­mi­schen Leis­tung von bis zu 7 kW“, so die Technik-Autoren Ulf Birn­baum, Richard Bon­gartz und Philipp Klever im Buch „Ener­gie­tech­no­lo­gien der Zukunft“. In der Regel reicht aller­dings dafür selbst in moder­nen Wohn­ein­hei­ten eine Leis­tung von 7 kW th nicht aus. …


Gekürzt. Geschrie­ben für tab aus dem Bau­ver­lag. Der kom­plette Beitrag ist nur in Heft 2/2017 zu lesen. Zum Abon­ne­ment geht es hier.

Wie das Haus der Zukunft kom­plett mit Eigen­ener­gie ver­sorgt wer­den könnte, beschreibt Energieblogger-Kollege Andreas Kühl hier auf sei­nem Blog Ener­gy­net.