Seit Oktober 2013 versorgt dieses Brennstoffzellen-Heizgerät ein Einfamilienhaus in Mannheim. Der Brennstoff-Ausnutzungsgrad liegt bei gut 87 Prozent. Foto: MVV

Wie marktreif ist die Brenn­stoff­zelle für den Heizungskeller

von | 7. Februar 2017

Heiz­kessel im Keller sind Standard, Solar­thermie auf dem Dach längst etabliert. Und auch Block­heiz­kraft­werke tun in vielen größeren Gebäuden effi­ziente Dienste. Im Schatten dieser Wärme­ver­sorger steht die Brennstoffzelle. 

Etwa 2.000 wurden bisher in deutschen Heizungs­kellern verbaut. Dabei ist sie gerade für kleinere Gebäude eine mögliche Lösung. Nur die Preise müssten noch sinken.

Aktuell kann sich die Brenn­stoff­zelle für den Heizungs­keller auch poli­ti­scher Unter­stützung erfreuen. Im aktuellen und gerade verab­schie­deten Zehn-​Jahres-​Regierungsprogramm für Wasserstoff- und Brenn­stoff­zel­len­tech­no­logie spielt der kleine Kraft­protz für den Keller eine entschei­dende Rolle. Erwartet wird seitens der Regierung bereits Ende dieses Jahres ein Markt­hochlauf von hoch inno­va­tiven statio­nären Brennstoffzellen-​Heizungen im kleinen Leis­tungs­be­reich, also für Einfa­mi­li­en­häuser. Der soll befördert werden durch ein befris­tetes und degressiv ausge­legtes Inves­ti­ti­ons­zu­schuss­pro­gramm. Aber auch im gewerb­lichen und indus­tri­ellen Bereich soll die Kraft-​Wärme-​Kopplung via Brenn­stoff­zelle gefördert werden. …

70.000 in zehn Jahren

Das Markt­po­tenzial scheint auch beträchtlich. „Nach Abschluss des gestar­teten Förder­po­gramms für Brenn­stoff­zellen sollen 70.000 Anlagen in Deutschland instal­liert sein“, schätzt Doris Wittneben, bei MVV Energie Inno­va­ti­ons­ma­na­gerin der Stabs­ab­teilung V‑C Customer Expe­rience und Inno­vation. Brenn­stoff­zel­len­hei­zungen und Brenn­stoff­zel­len­ge­ne­ra­toren hätten die Markt­reife erreicht, die Ziele in Callux seien erreicht und zum Teil deutlich über­troffen worden. Das gelte auch für Brenn­stoff­zel­len­heiz­geräte für die Gebäu­de­en­er­gie­ver­sorgung, die nicht in Callux getestet worden. …

Speziell für Einfamilienhäuser

Für Einfa­mi­li­en­häuser, und bei denen soll ja die große Markt­ein­führung gelingen, bedarf es aller­dings wärme­ge­führter Brenn­stoff­zellen. „Speziell für den Einsatz in Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häusern werden seit einigen Jahren sehr kleine Kraft­wär­me­kopp­lungs­an­lagen, auch ‚Strom erzeu­gende Heizungen’ genannt, entwi­ckelt, mit einer elek­tri­schen Leistung von jeweils 1 bis 2 kW bei einer ther­mi­schen Leistung von bis zu 7 kW“, so die Technik-​Autoren Ulf Birnbaum, Richard Bongartz und Philipp Klever im Buch „Ener­gie­tech­no­logien der Zukunft“. In der Regel reicht aller­dings dafür selbst in modernen Wohn­ein­heiten eine Leistung von 7 kW th nicht aus. …


Gekürzt. Geschrieben für tab aus dem Bauverlag. Der kom­plette Beitrag ist nur in Heft 2/​2017 zu lesen. Zum Abon­nement geht es hier.

Wie das Haus der Zukunft kom­plett mit Eigen­energie ver­sorgt wer­den könnte, beschreibt Energieblogger-​Kollege Andreas Kühl hier auf sei­nem Blog Energynet. 

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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