Das Sicherheitsventil, hier für Trinkwasser, weil blau, mit dem Auffangtrichter im Hintergrund. Foto: Urbansky

Sicher­heits­ventile in Trink­was­ser­an­lagen halb­jährlich prüfen

von | 19. September 2017

Sicher­heits­ventile schützen ein System vor dem Überdruck des jewei­ligen Mediums. Sie funk­tio­nieren sowohl für Heizung als auch Warm­wasser zwar gleich, unter­scheiden sich dennoch im Ansprech­druck und in der Farbe der Dreh-Kappen. 

Die für Heizungen sind immer rot. Beim Trink­wasser ist die Auswahl minimal größer – hier können die Kappen blau oder grün sein. Das und einiges andere zum Thema Sicher­heits­ventil steht auch in der Norm EN ISO 4126 Teil 1.

Bevor es jedoch zum Thema Prüfungen geht, richten wir unseren Blick auf die Ventile selbst. Die Sicher­heits­ventile sind Über­druck­ventile. Herrscht in einem Wasser­system Überdruck, etwa durch heißes Wasser, das sich bekann­ter­maßen ausdehnt, so lassen die Ventile diesen auto­ma­tisch ab, und zwar über eine Abblase­leitung. Diese ist immer eine Dimension größer als der zum System gehörige Wasser­an­schluss. Zudem darf sie maximal 2 m lang und nur zwei Mal abge­winkelt sein. Auch zu beachten: Sie darf nur ein geringes Gefälle vom Sicher­heits­ventil weg aufweisen. Enden sollte die Abblase­leitung über einem kleinen Abwas­ser­trichter. Die Ablauf­leitung des Trichters wiederum muss mindestens den doppelten Quer­schnitt wie die Anschluss­größe des Über­druck­ventils besitzen. Norma­ler­weise sollte DN 40 ausrei­chend sein.


Gekürzt. Geschrieben für IKZ Praxis. Zum Abo geht es hier. Erschienen in 09/​2017. Der kom­plette Beitrag ist auch hier online zu lesen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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