Die Zukunft des Glä­ser­nen Men­schen?

Grafik: geralt / pixabay
Grafik: geralt / pixabay

Die Tech­no­lo­gie macht aktuell Fort­schritte wie sie noch nie gemacht wurden. Man mag viel­leicht denken das das Indus­tria­li­sie­rungs­zeit­al­ter das Non‐Plus Ultra war, aller­dings schrei­ten wir aktuell mit enormen Schrit­ten voran. Ledig­lich die Pro­blem­stel­lun­gen werden größer und kom­ple­xer.

So ist es kein Wunder das sich viele tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lun­gen vor allem in unserem direk­ten Umfeld anbie­ten. Hier ist mitt­ler­weile nahezu alles Smart. Die Wasch­ma­schine meldet sich bei uns wenn sie fertig ist, per SMS, der Kühl­schrank kann schnell nochmal von Unter­wegs inspi­ziert werden und auch unsere Vital­da­ten zeich­net die Smart­watch mitt­ler­weile fast 24 Stunden lang auf. Der nächste logi­sche Schritt ist Tech­no­lo­gie in unserer Klei­dung.

Schon heute gibt es einige Klei­dungs­stü­cke mit neuen Errun­gen­schaf­ten, wie zum Bei­spiel Schuhe die unseren Lauf­stil ana­ly­sie­ren können.

Puls­mes­ser im Unter­hemd

In Zukunft werden wir aber eine Menge neuer soge­nann­ter „Weara­bles“ finden. Tech­no­lo­gie die getra­gen werden kann. Inte­griert, direkt in unsere Klei­dung. So wird der Puls­mes­ser, evtl. sogar ein voll­stän­di­ges EKG bald sicher­lich Platz in einem Unter­hemd finden. Damit lassen sich dank neu­es­ter Fasern fast kom­plett unbe­merkt, die Vital­da­ten extrem genau erfas­sen. Gerade für Leis­tungs­sport­ler oder Herz­pa­ti­en­ten wäre das ein Traum.

Farb­ver­än­dernde Klei­dung, dank Spe­zi­al­fa­sern, gibt es bereits, diese reagie­ren aller­dings haupt­säch­lich noch auf Wär­me­ent­wick­lung. Könnte aber auch im pro­fes­sio­nel­len Bereich durch­aus inter­es­sant sein und leben retten. Natür­lich sind wir von Video­pro­ji­zie­ren­den Fasern, die uns unsicht­bar machen könnten noch Jahr­hun­derte ent­fernt, aber trotz­dem wird sich Tech­no­lo­gie immer mehr in unsere Klei­dung inte­grie­ren lassen.

Es beginnt bereits heute mit Blue­tooth Kopf­hö­rern die in Mützen inte­griert sind, mit Handy Fern­be­die­nun­gen in Win­ter­ja­cken und vielen anderen Dingen.

Intel­li­gente Klei­dung kann Leben retten

Tech­no­lo­gie in Klei­dung könnte aber auch auf andere Art und Weise leben retten. So könnte zum Bei­spiel eine Jacke für Trucker direkt ins Fahr­zeug­sys­tem ein­grei­fen wenn die Jacke getra­gen wird, sprich direk­ten Kontakt zu den Puls und Herz­fre­quenz­sen­so­ren im Unter­hemd hat und z.B. einen Herz­in­farkt fest­stellt. In diesem Fall könnte das Warn­blink­licht des LKW´s akti­viert werden und dieser kon­trol­liert abge­bremst werden. Das würde Unfälle ver­hin­dern und Men­schen­le­ben retten. Gerade bei Gefahr­gut­trans­por­ten könnte das viel bringen.

Aber auch im Alltag könnten uns smarte Weara­bles durch­aus helfen. Smart Watches gehören genauso zur Gruppe der Weara­bles wie Fitness Tracker oder GPS Uhren. Aber eine ganz neue Idee stammt derzeit aus der ame­ri­ka­ni­schen Harvard Uni­ver­si­tät. Hier haben Tatoo Fans eine ganz beson­dere Tinte ent­wi­ckelt, die sich den Blut­wer­ten eines Pati­en­ten ent­spre­chend ver­färbt. So kann man anhand der Tinte Glucose, Natrium und pH Wert im Blut an der Farbe eines Tatoos ablesen. Das wäre für gut eine halbe Mil­li­arde Dia­be­ti­ker, rund um den Globus eine große Hilfe, vor allem zur Pro­phy­laxe und einen kleinen Kreis oder Punkt auf das Hand­ge­lenk täto­wiert zu bekom­men sollte doch nicht Zuviel ver­langt sein.

Aller­dings arbei­tet der Such­ma­schi­nen­riese Google an einer ähn­li­chen Tech­no­lo­gie die er in Kon­takt­lin­sen inte­grie­ren will. Wir freuen uns schon auf die Men­schen die uns anstar­ren und durch uns durch gucken, weil sie gerade die Wer­be­un­ter­bre­chung der neun­hun­derts­ten Staffel Simp­sons, auf ihren smarten Kon­takt­lin­sen sehen.