Dieses Mehrfamilienhaus in Haßfurt wird schon mittels "vorgeheiztem" kalten Wärmenetz versorgt. Foto: Urbansky

Kalte Wärme­netze auch für Mehr­fa­mi­li­en­häuser geeignet

von | 6. November 2018

Kalte Wärme­netze kommen bisher dort zum Einsatz, wo es viele anzu­schlie­ßende Gebäude mit geringem Wärme­bedarf gibt, wie Einfa­mi­li­en­häuser. Das System kann jedoch auch größere Einheiten versorgen.

Kalte Wärme­netze sind in länd­lichen Regionen eine Option für eine netz­ge­bundene Wärme­ver­sorgung. „Ein kaltes Nahwär­menetz […] erlaubt die Einspeisung verschie­dener Ener­gie­quellen, wie z. B. Geothermie, Rücklauf-​Fernwärme, Abwärme aus Industrie oder Solar­thermie. Die Wärme wird dann bei vergleichs­weise geringen Tempe­ra­turen in einem Nahwär­menetz gespei­chert. Mittels Wärme­pumpe wird diese in Gebäuden aus dem Netz entnommen und auf das benötigte Ener­gie­niveau „gepumpt”,” beschreiben im Buch­ka­pitel Bedeutung der Ober­flä­chen­nahen Geothermie für Immo­bilien die Springer Spektrum-​Autoren Björn-​Martin Kurzrock und Tillman Gauer das Funktionsprinzip.

Der Vorteil ist klar: Die Wärme­mengen, die etwa von einer Umge­bungs­tem­pe­ratur im Netz von 10 °C auf 60 °C für Trink­warm­wasser und 35 °C für Flächen­heiz­sys­temen aufge­pumpt werden müssen, sind in kleineren Wohn­häusern eben geringer. Auch der Bedarf an elek­tri­scher Energie dafür, deren Preis ja um den Faktor 4 bis 5 über dem von Wärme bezogen auf die Kilo­watt­stunde liegt, fällt niedriger aus. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Sprin­ger Pro­fes­sio­nal. Der kom­plette Beitrag ist hier zu lesen.

Mit den Zielen der Ener­gie­wende beschäf­tigt sich Energieblogger-​Kollege Björn Katz hier auf sei­nem Blog Stromauskunft.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Effi­zi­enz­stan­dards: Frag­würdige Benchmark

Effi­zi­enz­stan­dards: Frag­würdige Benchmark

Energetische Sanierungen gelten als zentraler Hebel, um die Energieeffizienzklasse von Bestandsgebäuden zu verbessern. Maßnahmen wie Fassaden- und Dachdämmung, der Austausch alter Fenster oder die Erneuerung ineffizienter Heizsysteme können den Energieverbrauch...

Call for Papers für Kraft­stoffe der Zukunft 2027

Call for Papers für Kraft­stoffe der Zukunft 2027

Die Transformation der Mobilität ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie findet jetzt statt. Zwischen regulatorischen Weichenstellungen, technologischen Innovationen und globalen Rohstoffmärkten entstehen derzeit die Grundlagen für ein klimaneutrales Verkehrssystem....

Ohne Green Finance geht immer weniger

Ohne Green Finance geht immer weniger

Green Finance entwickelt sich im Energiesektor zunehmend zur Voraussetzung für den Umbau von Strom-, Wärme- und Netzinfrastrukturen. Wer heute in Erzeugungsanlagen, Speicher, Wärmenetze oder Übertragungs- und Verteilnetze investiert, steht vor hohen Kapitalbedarfen...