Austausch eines Kamineinsatzes. Foto: Buderus

Kaminöfen: Moderne, umwelt­freund­liche Alleskönner

von | 5. November 2018

Kaminöfen und Heizein­sätze, etwa zum Nach­rüsten alter Kachelöfen, haben mit ihren rauchenden und rußenden Pendants von früher wenig zu tun. Sie sind, auch wenn die Brenn­stoffe Holz und Briketts archaisch anmuten, Hightech. So erfüllen sie gesetz­liche Normen, sorgen via Wasser­tasche für ein sehr effi­zi­entes Heiz­system und bringen Behag­lichkeit ins Heim.

Der Markt für Kaminöfen und Heizein­sätze wächst beständig. Das hängt auch mit dem Brenn­stoff Holz zusammen. Er macht 67 Prozent aller erneu­er­baren Wärme­quellen aus. Den Rest teilen sich Solar­thermie und mit Ökostrom betriebene Wärme­pumpen sowie Biogas und Bio-Heizöl.

Verbrannt wird Holz in rund elf Millionen Holz­feu­er­stätten. Demnach heizt gut jeder vierte Haushalt auf diese Weise. Hersteller, Handwerk und Handel setzen jedes Jahr weit über 300.000 Geräte ab. Das bedeutet einen Umsatz von rund vier Milli­arden Euro pro Jahr. Die Zahl der Feuer­stätten dürfte also weiter zunehmen, auch wenn der Absatz häus­licher Einzel­feu­er­stätten laut Bran­chen­verband HKI seit Jahren rück­läufig ist.

Denn Holz ist nicht nur wegen eines gemütlich knis­ternden Feuers im Wohn­zimmer beliebt. Es ist im Vergleich mit anderen Ener­gie­trägern auch recht günstig und lässt sich problemlos ohne tech­nische Voraus­set­zungen praktisch überall lagern.

Effizienz steigt

Dabei unter­liegt die holz­ver­bren­nende Technik einem starken Wandel. Insbe­sondere durch konti­nu­ier­liche Verschär­fungen der Bundes-​Immissionsschutzverordnung (BImSchV), vor allem im Jahre 2010, wurde das Brand­ver­halten der Kaminöfen und Heizein­sätze auf ein neues Niveau gehoben. Sie emit­tieren heute nur noch 15 Prozent im Vergleich mit Geräten aus den 70er Jahren. Gelohnt hat sich das offenbar (nicht nur) für die Umwelt. Denn nach Angaben des Umwelt­bun­des­amtes sind die darauf zurück­zu­füh­renden Fein­staub­emis­sionen seit 2010 um 30 Prozent zurückgegangen. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Brenn­stoff­spie­gel. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Ausgabe 10/​2018 zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo geht es hier.

Wie die Wär­me­wende den Fach­kräf­te­man­gel befeu­ert, zeigt Energieblogger-​Kollege Björn Katz hier auf seinem Blog Strom­aus­kunft.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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