Elek­tro­tech­nik in der Gebäu­de­au­to­ma­tion: Eine hilf­rei­che und sinn­volle Ver­bin­dung

Mit modernster Gebäudeautomation ausgestattet: Das ESO Supernova, Planetarium & Visitor Centre in München. Foto: Architekten Bernhard + Partner, Darmstadt

Elek­tro­tech­ni­sche Kom­po­nen­ten finden sich in jedem Haus. Zum einen könnten sie helfen, die Gebäu­de­au­to­ma­tion zu unter­stüt­zen, zum anderen könnten sie selbst Funk­tio­nen davon über­neh­men. Doch beide Mög­lich­kei­ten werden selten genutzt.

Die wich­tigste bau­po­li­ti­sche Dis­kus­sion dreht sich derzeit um bezahl­ba­ren Wohn­raum. Soll der geschaf­fen werden, muss die bau­li­che Inves­ti­tion so gering wie möglich aus­fal­len. Das führt etwa zu dem weit­ver­brei­te­ten Stahl­be­ton­bau mit außen ange­kleb­ter Dämmung – und das nicht nur in der Woh­nungs­wirt­schaft. Auto­ma­ti­sierte Gebäu­de­tech­nik bleibt meist auch außen vor oder wird auf ein not­wen­di­ges Minimum beschränkt.

Doch diese gerin­ge­ren Anfangs­in­ves­ti­tio­nen können später teuer werden. Denn die Mög­lich­kei­ten der Gebäu­de­au­to­ma­tion, etwa in Bezug auf Ener­gie­ein­spa­rung, können so nicht genutzt werden. Einen Hoff­nungs­schim­mer bietet der Smart Meter Rollout – zumin­dest für den Strom­be­reich für große Immo­bi­lien. Denn hier ist die digi­tale Erfas­sung der ver­brauch­ten Strom­men­gen seit 2017 vor­ge­schrie­ben. Daraus lassen sich leicht Steue­rungs­mo­delle für die Strom­ver­sor­gung ablei­ten. Für den Wär­me­be­reich gibt es die glei­chen Kom­po­nen­ten, wenn­gleich nicht gesetz­lich ver­pflich­tend. Auch hier lassen sich die Daten leicht digital erfas­sen und ent­spre­chende Effi­zi­enz­ge­winne erzie­len.

Ohne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­netze geht nichts

Grund­vor­aus­set­zung für die Ein­bin­dung elek­tro­tech­ni­scher Kom­po­nen­ten in die Gebäu­de­au­to­ma­tion sind Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stan­dards wie BACnet (ISO 16484–5) und KNX (ISO/IEC 14543). BACnet selbst hat zwar schon gut 30 Jahre auf dem Buckel, die zu bewäl­ti­gen­den Daten­men­gen sind im Ver­gleich zu anderen Sys­te­men immens. Dennoch setzen viele Planer gern auf das bewährte System. Zusätz­lich zu den kabel­ba­sier­ten KNX-Lösungen sind inzwi­schen auch KNX-funkbasierte sowie Lösun­gen auf Basis von KNX IP secure auf dem Markt.

Andere prio­ri­täre, nicht stan­dar­di­sierte Lösun­gen erlau­ben wie­derum eine Ein­la­ge­rung der Daten in Clouds und damit ver­bun­dene Mög­lich­kei­ten wie Fern­steue­rung …
Doch auch bei diesen Steue­run­gen, die bisher etwa via App erfol­gen, wird es nicht bleiben. „In 20 bis 30 Jahren ist auch das über­flüs­sig“, so Markus Töhne, Spe­zia­list für Ver­sor­gungs­tech­nik und IT. „Dann wird das mittels Künst­li­cher Intel­li­genz gere­gelt.“ …


Gekürzt. Geschrie­ben für tab aus dem Bau­ver­lag. Der kom­plette Beitrag ist nur in Heft 7–8/2019 zu lesen. Zum Abon­ne­ment geht es hier.

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