Mit modernster Gebäudeautomation ausgestattet: Das ESO Supernova, Planetarium & Visitor Centre in München. Foto: Architekten Bernhard + Partner, Darmstadt

Elek­tro­technik in der Gebäu­de­au­to­mation: Eine hilf­reiche und sinnvolle Verbindung

von | 13. August 2019

Elek­tro­tech­nische Kompo­nenten finden sich in jedem Haus. Zum einen könnten sie helfen, die Gebäu­de­au­to­mation zu unter­stützen, zum anderen könnten sie selbst Funk­tionen davon über­nehmen. Doch beide Möglich­keiten werden selten genutzt.

Die wich­tigste baupo­li­tische Diskussion dreht sich derzeit um bezahl­baren Wohnraum. Soll der geschaffen werden, muss die bauliche Inves­tition so gering wie möglich ausfallen. Das führt etwa zu dem weit­ver­brei­teten Stahl­be­tonbau mit außen ange­klebter Dämmung – und das nicht nur in der Wohnungs­wirt­schaft. Auto­ma­ti­sierte Gebäu­de­technik bleibt meist auch außen vor oder wird auf ein notwen­diges Minimum beschränkt.

Doch diese gerin­geren Anfangs­in­ves­ti­tionen können später teuer werden. Denn die Möglich­keiten der Gebäu­de­au­to­mation, etwa in Bezug auf Ener­gie­ein­sparung, können so nicht genutzt werden. Einen Hoff­nungs­schimmer bietet der Smart Meter Rollout – zumindest für den Strom­be­reich für große Immo­bilien. Denn hier ist die digitale Erfassung der verbrauchten Strom­mengen seit 2017 vorge­schrieben. Daraus lassen sich leicht Steue­rungs­mo­delle für die Strom­ver­sorgung ableiten. Für den Wärme­be­reich gibt es die gleichen Kompo­nenten, wenn­gleich nicht gesetzlich verpflichtend. Auch hier lassen sich die Daten leicht digital erfassen und entspre­chende Effi­zi­enz­ge­winne erzielen.

Ohne Kommu­ni­ka­ti­ons­netze geht nichts

Grund­vor­aus­setzung für die Einbindung elek­tro­tech­ni­scher Kompo­nenten in die Gebäu­de­au­to­mation sind Kommu­ni­ka­ti­ons­stan­dards wie BACnet (ISO 164845) und KNX (ISO/​IEC 14543). BACnet selbst hat zwar schon gut 30 Jahre auf dem Buckel, die zu bewäl­ti­genden Daten­mengen sind im Vergleich zu anderen Systemen immens. Dennoch setzen viele Planer gern auf das bewährte System. Zusätzlich zu den kabel­ba­sierten KNX-​Lösungen sind inzwi­schen auch KNX-​funkbasierte sowie Lösungen auf Basis von KNX IP secure auf dem Markt.

Andere prio­ritäre, nicht stan­dar­di­sierte Lösungen erlauben wiederum eine Einla­gerung der Daten in Clouds und damit verbundene Möglich­keiten wie Fernsteuerung …
Doch auch bei diesen Steue­rungen, die bisher etwa via App erfolgen, wird es nicht bleiben. „In 20 bis 30 Jahren ist auch das über­flüssig“, so Markus Töhne, Spezialist für Versor­gungs­technik und IT. „Dann wird das mittels Künst­licher Intel­ligenz geregelt.“ …


Gekürzt. Geschrie­ben für tab aus dem Bau­ver­lag. Der kom­plette Beitrag ist nur in Heft 78÷2019 zu lesen. Zum Abon­ne­ment geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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