Wasserstoff als Kraftstoff führt in Deutschland noch ein Nischendasein und kann nur an etwa 60 Tankstellen gezapft werden. Foto: Frank Urbansky

Wasser­stoff­stra­tegie sieht Deutschland als E‑Fuels-​Importeur

von | 25. Februar 2020

Wasser­stoff wird für die Ener­gie­wende unent­behrlich sein – als Speicher und als sektor­über­grei­fender Brenn­stoff. Doch die Poten­ziale in Deutschland sind für nach­hal­tigen Wasser­stoff begrenzt.

Wasser­stoff könnte eines der Schlüs­sel­ele­mente der Ener­gie­wende sein. Er lässt sich nicht nur nach­haltig und auf verschie­denen Wegen erzeugen, sondern im Sinne einer sektoren­über­grei­fenden Kopplung der Ener­gie­ver­bräuche fast überall einsetzen. „Wasser­stoff als Elek­tro­ly­se­produkt und chemische Spei­cherform von Energie kann verbrannt oder in Brenn­stoff­zellen verstromt werden. Gemessen an Kohlen­was­ser­stoffen und Verbren­nungs­pro­zessen ist die Tech­no­logie des Wasser­stoffs ener­ge­tisch im Nachteil – nicht jedoch im Hinblick auf die nach­haltige Ener­gie­spei­cherung und lang­fristige Verfüg­barkeit”, beschreibt den Einsatz und die Nachteile Springer Vieweg-​Autor Peter Kurzweil in seinem Buch­ka­pitel Wasser­stoff als chemi­scher Speicher auf Seite 483.

Von der Bundes­re­gierung wurde dies schon lange erkannt. Immer wieder wurden Programme aufgelegt, mit denen etwa Brenn­stoff­zellen gefördert wurden. Doch das gelang sowohl in Haus­halten (wo sie aufgrund der vorhan­denen Infra­struktur aller­dings mit Erdgas gespeist werden) als auch im Verkehr nur in homöo­pa­thi­schen Dosen. Etwa 2.000 Häuser werden in Deutschland so beheizt. Auf den Straßen rollen etwa 600 Fahrzeuge mit Brenn­stoff­zellen, zudem 86 Wasser­stoff­busse und 30 Züge. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Sprin­ger Pro­fes­sio­nal. Der kom­plette Beitrag ist hier zu lesen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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