Voraussetzung und Komponenten für digitalisiertes Energiemanagment. Grafik: innogy

Einstieg in die digitale Immobiliensteuerung?

von | 16. April 2020

Die Ener­gie­ef­fi­zi­enz­richtline (EED) verlangt von Immo­bi­li­en­be­treibern noch in diesem Jahr eine mindestens halb­jähr­liche Unter­richtung der Mieter über ihre Verbräuche – jeden­falls da, wo dies schon möglich ist. Was nach einer lästigen Pflicht klingt, kann sich als Chance entpuppen.

Der Smart-​Meter-​Rollout ist längst, wenn auch mit drei­jäh­riger Verspätung, gestartet. Zuerst betrifft es Verbraucher mit mehr als 6.000 kWh Strom­bezug im Jahr, die sich vor allem im gewerb­lichen Bereich finden dürften. Bis 2027 sollen alle Strom­zähler in Deutschland dank digitaler Messung und intel­li­genter Gateways erfassbar sein. Verant­wortlich sind zwar die Netz­be­treiber, doch die Immo­bi­li­en­wirt­schaft kann von diesem Prozess profi­tieren – aller­dings nur bei aktivem Zutun. Das könnte der Einstieg in die komplett digitale Verwaltung und Steuerung einer Immobilie werden.

Denn nach dem Strom werden ebenso die Verbräuche von Wärme und Trink­wasser, aber auch aller anderen Medien wie Kälte oder die Müll­abfuhr, digital erfasst. Für die Wärme gibt es schon einen ganz konkreten Termin: den 25. Oktober 2020, auch wenn es keinen gesetzlich verord­neten Einbau von Smart Metern wie beim Strom gibt. Ab dann sollen Bewohner von Mehr­fa­mi­li­en­häusern da, wo es technisch möglich ist, eine halb­jähr­liche Infor­mation über ihren Verbrauch und die damit verbun­denen Kosten erhalten. Voraus­setzung sind digitale Zähler für die Messung der Heiz­energie, die aus der Ferne ausge­lesen werden können. Ab 2022 sollen grund­sätzlich alle Bewohner eines Mehr­fa­mi­li­en­hauses, die mit fern­aus­les­baren Geräten ausge­rüstet sind, eine monat­liche Infor­mation erhalten. Dies sieht die neue Ener­gie­ef­fi­zi­enz­richt­linie (EED) vor, mit der die EU den Klima­schutz stärken will. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Immo­bi­li­en­wirt­schaft. Der voll­stän­dige Beitrag erschien in der Nummer 4/​2020. Gratis testen unter https://​www​.haufe​-immo​bi​li​en​wirt​schaft​.de/

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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