Die Zukunft der Mess­dienst­leis­ter

Auch das Selbstablesen wird durch eine weitgehende Digitalisierung der Verbrauchsmessung überflüssig. Foto: Anyline

Im Zuge des Smart-Meter-Rollouts werden Woh­nungs­un­ter­neh­men zumin­dest indi­rekt mit Themen wie Daten­si­cher­heit, neue Dienst­leis­tun­gen und den Ange­bo­ten ihrer Mess­dienst­leis­ter kon­fron­tiert. Und natür­lich mit der Frage, ob man das Messen nicht auch in die eigenen Hände nehmen könnte.

Doch das ist nicht für alle Unter­neh­men prak­ti­ka­bel. In diesem Fall sollte man sich aber auf jeden Fall hin­ter­fra­gen, ob der aktu­elle Mess­dienst­leis­ter auch das rich­tige Angebot für die Zukunft hat.

Dass man mit Mess­dienst­leis­tun­gen gutes Geld ver­die­nen kann, wissen nicht nur die großen und mitt­le­ren Mess­dienst­leis­ter im Land. Groß­ver­mie­ter wie Vonovia unter­hal­ten eigene Dienst­leis­ter und wickeln von der Messung bis zur Abrech­nung alles selbst ab. Für klei­nere und mitt­lere Woh­nungs­un­ter­neh­men lohnt sich dies kaum, da das Know-how komplex und die behörd­li­chen Hürden hoch sind.

Im Zuge des Smart-Meter-Rollouts stellt sich für diese Unter­neh­men erneut die Frage, ob sie mit dem rich­ti­gen Mess­dienst­leis­ter koope­rie­ren. Der Rollout betrifft zwar die Strom­ver­bräu­che, die in aller Regel eine Sache zwi­schen Mietern und Strom­ver­sor­gern sind. Aber er zeigt auch auf, was auf den Wär­me­markt zukommt. Die Ener­gie­dienst­leis­tungs­richt­li­nie der EU ver­langt schon ab Herbst dieses Jahres, dass da, wo es möglich ist, Mieter und Kunden halb­jähr­lich über ihre Wär­me­ver­bräu­che infor­miert werden. Ab 2022 sollen alle Bewoh­ner eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses, die bereits mit fern­aus­les­ba­ren Geräten aus­ge­rüs­tet sind, sogar monat­lich infor­miert werden. Das neue Gebäu­de­en­er­gie­ge­setz (GEG), das noch in diesem Jahr in Kraft treten soll, regelt zudem die Heiz­kos­ten­ver­ord­nung neu.


Gekürzt. Geschrie­ben für DW Die Woh­nungs­wirt­schaft. Der voll­stän­dige Beitrag erschien in der Nummer 06/2020.  Zum Abon­ne­ment der Zeit­schrift Die Woh­nungs­wirt­schaft geht es hier.