Frischwasserstation in einem Zweifamilienhaus. Foto: IWO

Frisch­was­ser­sta­tionen und Ölheizung für mehr Effizienz

von | 9. Juli 2020

In größeren Immo­bilien, aber nicht nur dort, wird vermehrt auf dezen­trale Warm­was­ser­be­reitung mittels Frisch­was­ser­sta­tionen gesetzt. Auch die Ölheizung passt gut zu dieser effi­zi­enten Technologie.

Die zentrale Warm­was­ser­be­reitung mittels Umwälz­pumpe und Puffer­speicher hat einen großen Nachteil: Warm­wasser wird auch dann bereit­ge­halten, wenn es gar nicht benötigt wird. Das zeitigt zwangs­weise Verluste. Insbe­sondere in der Wohnungs­wirt­schaft mit meist punk­tu­ellen Bedarfen an Warm­wasser hat sich deshalb in den letzten Jahren eine Tech­no­logie etabliert, die auf die dezen­trale Erhitzung des benö­tigten Trink­wassers in den einzelnen Wohnungen setzt: die Frischwasserstation.

Der Grund für die Entscheidung ist recht einfach. Er liegt in der deutlich höheren Ener­gie­ef­fi­zienz und damit bei den gerin­geren Kosten und Neben­kosten für die Mieter. Technisch gesehen entkoppeln Frisch­was­ser­sta­tionen die Wasser­mengen zur Wärme­spei­cherung im Puffer­speicher für die Heizung von denen für die Nutzung als Trink­wasser. Sie sind fast immer nah an der Zapf­stelle, also an der Dusche, der Badewanne oder dem Wasch­becken instal­liert. Mit einer Ölheizung lassen sie sich gut kombinieren.

Neben dem deutlich gerin­geren Ener­gie­bedarf zeitigen die Frisch­was­ser­sta­tionen noch einen anderen Effekt. Das benötigte Wasser steht in der gewünschten Tempe­ratur sofort bereit und muss nicht erst durch den Kreislauf gepumpt werden. Und: Die Legio­nel­len­schutz­maß­nahmen werden durch Frisch­was­ser­sta­tionen obsolet, weil ihre Spei­cher­ka­pa­zität unter den 400 Litern liegt, ab denen eine Prüf­pflicht gilt. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Brenn­stoff­spie­gel. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Ausgabe 07/​2020 zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Perowskit-​Solarzellen gegen Hitze- und Kälte­stress schützen

Perowskit-​Solarzellen gegen Hitze- und Kälte­stress schützen

Perowskit-Solarzellen erreichen hohe Wirkungsgrade, scheitern jedoch oft an Temperaturschwankungen. Neue molekulare Ansätze stabilisieren Material und Grenzflächen, steigern die Effizienz und ermöglichen erstmals robuste Anwendungen unter extremen Bedingungen – von...

Biomethan als besten Option

Biomethan als besten Option

Für den Betrieb von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) mit erneuerbaren Gasen kommen Biomethan oder grüner Wasserstoff in Betracht. Beide Optionen bringen jedoch spezifische Herausforderungen mit sich. Rund 60 Gigawatt (GW) der installierten Kraftwerksleistung in...

Call for Papers für Kraft­stoffe der Zukunft 2027

Call for Papers für Kraft­stoffe der Zukunft 2027

Die Transformation der Mobilität ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie findet jetzt statt. Zwischen regulatorischen Weichenstellungen, technologischen Innovationen und globalen Rohstoffmärkten entstehen derzeit die Grundlagen für ein klimaneutrales Verkehrssystem....