Das BSI zieht nicht unbedingt mit der Branche an einem Strang. Foto: BSI

CLS-​Schnittstelle sorgt für Eklat

von | 30. Juli 2020

In einer Sitzung der Smart Metering Taskforce des BMWi gab es Streit zwischen Behörden- und Unter­neh­mens­ver­tretern. Die Branche fordert den Einsatz der CLS-​Schnittstelle von Smart Meter Gateways für Submetering-​Dienste. Warum lehnt das BSI dies ab?

Der Smart Meter Roll-​out hat mehrere Dimen­sionen: eine volks­wirt­schaft­liche, eine poli­tische, eine daten­schutz­tech­nische – und eine mensch­liche. Denn er wird letztlich alle treffen. Um die Felder gleich gut abzu­decken, wurde vom Bundes­wirt­schafts­mi­nis­terium (BMWi) und vom Bundesamt für Sicherheit in der Infor­ma­ti­ons­technik (BSI) eine Taskforce gegründet, die den Prozess beratend steuern soll. Doch auf deren Sitzung am 25. Juni 2020 kam es zum Eklat. Denn die Regie­rungs­ver­treter bevor­zugen eine einschrän­kende Lösung zum Daten­transport, die Bran­chen­ver­treter eine flexible. Ersterer wurde gegen den erbit­terten Wider­stand der Wirt­schafts­ver­treter der Vorzug gegeben, obwohl sie keinerlei Vorteile gegenüber der anderen flexi­bleren Lösung bietet.

LMN oder CLS?

Doch um was geht es? Bei der Anbindung von Smart Meter Gateways (SMGW) können die Daten entweder über die LMN-​Schnittstelle (Lokales Metro­lo­gi­sches Netz), die inte­graler Bestandteil des Systems ist, an das Gerät geschickt oder über einen CLS-​Proxy-​Kanal (Controllable Local Systems) an ein Backend-​System über­tragen werden. Die LMN-​Schnittstelle ist sicher, aber die Daten­ver­ar­beitung im SMGW ist nicht flexibel. An sie können später nur mit erheb­lichem Aufwand weitere Verbrauchs­medien, die digital erfasst werden, ange­schlossen werden. Mit dem CLS-​Proxy-​Kanal geht das schon jetzt und er ist nach Auffassung der Branche genauso sicher. Darauf basie­rende Geschäfts­mo­delle, etwa zur Messung von Wärme- oder Wasser­mengen, werden schon in der Praxis eingesetzt. …


Gekürzt. Geschei­ben für stadt+werk. Der voll­stän­dige Beitrag ist hier zu lesen. Zum Abon­ne­ment geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Welt­größte Wärme­pumpe zur Produktion von Wasserdampf

Welt­größte Wärme­pumpe zur Produktion von Wasserdampf

BASF und MAN Energy Solutions wollen eine der weltgrößten Wärmepumpen in Ludwigshafen bauen. Sie soll Abwärme nutzen, um Dampf für die chemische Industrie zu erzeugen. Wasserdampf ist der wichtigste Grundstoff der chemischen Industrie. Sollen chemische Produkte in...

Ein stabiler Strom­preis bei Null Emis­sionen ist möglich

Ein stabiler Strom­preis bei Null Emis­sionen ist möglich

Die Wärmepumpe wird die Heiztechnologie der Zukunft sein – auch in Gewerbeimmobilien. Der Wärmepumpengipfel Ende Juni, der von der Bundesregierung initiiert wurde, lässt daran kaum Zweifel aufkommen. Die Wärmepumpe an sich ist jedochnicht klimaneutral – der...

Wie PropTechs beim Planen und Bauen von Immo­bilien helfen

Wie PropTechs beim Planen und Bauen von Immo­bilien helfen

Energiekosten, Baupreise, Verwaltung – die Immobilie wird immer teurer, das Geld wird also knapp. Deswegen gilt es mehr denn je, Gebäude günstig zu finanzieren, zu bauen und zu verwalten. PropTechs nehmen genau das in Angriff. "Property Technology" oder kurz...