Funktionsweise des digitalen Typenschildes. Grafik: ZVEI

Wenn sich Maschinen ihren Strom­tarif selbst suchen

von | 8. September 2020

Die Industrie 4.0 wird durch die Digi­ta­li­sierung geprägt. Dies wirkt sich auch auf die Ener­gie­ef­fi­zienz aus. Die möglichen Vorteile reichen von der Einsparung durch Messung und Steuerung über ein verbes­sertes Auslas­tungs­ma­nagement von Maschinen bis hin zum opti­mierten Bezug von Energie oder dessen Verkauf bei Eigenerzeugung.

Die Industrie 4.0 stellt die Digi­ta­li­sierung in den Mittel­punkt – und lässt damit folgendes Szenario denkbar werden: Eine Maschine läuft an, wenn der Storm günstig ist. Dafür braucht es keinen Super­visor, keinen Controller, keinen Maschi­nen­führer. Denn die Maschine erkennt die günstigen Strom­preise selbst und schaltet sich ein.

Doch dabei bleibt es nicht. Die Maschine kennt ihren Produk­ti­onsplan und sucht voraus­schauend nach günstigen Strom­ta­rifen, bestellt diese und gleicht die daraus resul­tie­rende Taktung mit den Erfor­der­nissen der Produk­ti­ons­kette, zu der sie gehört, ab.

Das digitale Typen­schild ist in diesem Bereich ein gutes Beispiel für das enorme Potenzial der Digi­ta­li­sierung. Durch die durch­gängig elek­tro­nische Spei­cherung von Infor­ma­tionen über Geräte entfällt eine papier­be­gleitete Doku­men­tation. Das heißt, während der gesamten Wert­schöp­fungs­kette können notwendige Infor­ma­tionen wie Seri­en­nummer, Gerätetyp oder Herstel­ler­daten abgerufen werden“, so Gunther Koschnick, Fach­ver­bands­ge­schäfts­führer Auto­mation beim Zentral­verband Elektrotechnik- und Elek­tronik­in­dustrie (ZVEI). Damit gehöre das digitale Typen­schild zu einem Grund­bau­stein für die Digi­ta­li­sierung der Produktion. Die Vorteile: Es reduziert die Komple­xität, spart Kosten und entlastet die Umwelt. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Energie&Manage­ment. Erschie­nen in der Ausgabe 17/​2020. Der vollstän­dige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo, dem Arti­kel­kauf oder den verschie­de­nen Abonnement-​Paketen geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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