Elektrostatische Filter weisen einen hohen Abscheidegrad auf. Foto: Kutzner + Weber

Anfor­de­rungen an Kaminöfen

von | 16. November 2020

Kaminöfen sind eine Freude für ihre Besitzer und häufig ein Verdruss für deren Nachbarn. Denn oftmals sorgen nicht fach­ge­rechte Instal­la­tionen und insbe­sondere der falsche Brenn­stoff für reichlich Feinstaub, Gestank und Husten. Dabei gibt es schon heute Lösungen, die Abhilfe schaffen. Nur: Genutzt werden diese kaum. Denn rechtlich vorge­schrieben sind sie nicht.

Corona hat es gezeigt: Für einen Großteil der Feinstaub- und NOx-​Emissionen ist nicht der Verkehr verant­wortlich. Landauf, landab waren selbst an verkehrs­nahen Messta­tionen kaum Rückgänge zu ermitteln. Hingegen spielt der Hausbrand, und hier insbe­sondere die Verbrennung fester Brenn­stoffen in Kaminöfen, eine deutlich größere Rolle.

Die Messwerte bei Stick­oxiden und bei für Kaminöfen wesent­lichen Fein­stäuben gingen nicht oder nur gering­fügig zurück. Teilweise stiegen sie sogar An: Das lag auch an der mit dem recht kühlen März einher­ge­henden verstärkten Nutzung von Kaminöfen. Auch die Deutsche Umwelt­hilfe, die sonst dem Verkehr in Bezug auf Feinstaub und NOx gern den Schwarzen Peter zuschiebt, musste einge­stehen, dass die Holz­feuerungen einen wesent­lichen Anteil daran hatten. …


Gekürzt. Geschrie­ben für SHK Profi, Ausgabe 8/​2020. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum Abon­ne­ment geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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