Darstellung der abgelenkten Bohrung in Hamburg-Wilhelmsburg. Grafik: Hamburg Energie

Tiefe Geothermie für die Wohnungswirtschaft

von | 7. Juni 2021

Geothermie wird schon heute gerade im Neubau für Wohnungs­pro­jekte genutzt. Wärme­pumpen sorgen mit bis zu 100 Meter tiefen Sonden für eine sehr effi­ziente und umwelt­scho­nende Wärme­ver­sorgung. Doch es geht noch deutlich tiefer. Geother­mische Projekte von bis zu 5.000 Metern Tiefe sind in einigen Gegenden Deutsch­lands möglich. Die so erzeugte Wärme ist in jeder Hinsicht – ener­ge­tisch, ökolo­gisch, technisch und wirt­schaftlich – unschlagbar.

In Sachen Ener­gie­wende gibt es selbst für eifrige Deutsche ein großes Vorbild: Island. Die Vulkan­insel im Nord­at­lantik erzeugt ihren Strom zu fast 100 Prozent rege­ne­rativ mittels Wasser­kraft und Geothermie. Die Geothermie sorgt auch für 100 Prozent erneu­erbare Wärme – Weltrekord!

Deutschland ist nicht Island. Vulkane, die dort die tiefe Geothermie ermög­lichen, spuckten hier­zu­lande zuletzt, als Dino­saurier durch die Eifel strichen. Dennoch gibt es auch zwischen Rhein und Ostsee Möglich­keiten für tiefe Geothermie, die im Unter­schied zur boden­nahen Geothermie meist keine Wärme­pumpen nutzt. Denn die Vorlauf­tem­pe­ra­turen der geför­derten Sole sind auch so schon heiß genug. Die Tempe­ratur der Sole kann direkt genutzt werden. Aller­dings kommen dafür nur vier Gebiete in Frage. …


Gekürzt. Geschrieben für DW Die Wohnungs­wirt­schaft. Der voll­ständige Beitrag erschien in der Nummer 06/​2021. Zum Abon­nement der Zeit­schrift Die Wohnungs­wirt­schaft geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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