Ein Haus aus Pilzen? Das muss keine Vision sein. Der Baustoff aus Myzel (Projekt "MycoTree") wurde bereits 2017 bei der Seoul Biennale of Architecture and Urbanism präsentiert. Foto: Carlina Teteris

Ein Haus aus Pilzen? Mehr als eine Vision

von | 24. Juni 2021

Kies und Sand sind knapp, Bauholz ist kost­spielig – für den Wohnungsbau der Zukunft sind neue Baustoffe und ‑tech­no­logien gefragt. Die sind oft nach­hal­tiger, regional verfügbar und nicht teurer als das klas­sische Stahlbeton-​Kalksandstein-​Ziegel-​Allerlei. Auch mit Pilzen wird experimentiert.

Die Zahl lässt aufhorchen: Seit Anfang 2021 haben sich die Preise für Bauholz verdoppelt. Hand­werker und Verar­beiter hier­zu­lande appel­lierten bereits an die Bundes­re­gierung, einen Export­stopp zu verhängen. Denn Holz aus deutschen Wäldern wird im großen Stil nach Nord­amerika und China expor­tiert. Ein Verbot spräche jedoch gegen den wirt­schafts­li­be­ralen Kurs der Regierung und ist keine Option. Eine kurz­fristige Erholung ist also nicht in Sicht. „Dass die Preise zurück­gehen, glaube ich nicht”, schätzt Fabian Viehrig, Leiter Bauen und Technik beim GdW Bundes­verband deutscher Wohnungs- und Immo­bi­li­en­un­ter­nehmen, die Lage ein.

Holz ist derzeit der alter­native Baustoff Nummer Eins hier­zu­lande, aller­dings wird er über­wiegend für Dach­stühle, zur Schalung und als Interieur verwendet – längst nicht in großen Mengen für komplette Holz­bauten. Dabei wäre die Holz­bau­weise eine gute Alter­native, wo auch andere Bauroh­stoffe wie Kies, Sand – und damit Beton – oder Stahl knapp und teuer werden. …


Gekürzt. Geschrieben für das Immo­bi­li­en­portal von haufe​.de. Der komplette Beitrag ist hier zu lesen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Das volle Sonnenbad nehmen

Das volle Sonnenbad nehmen

Das Mieterstromgesetz türmt für Photovoltaik auf und an Gebäuden bisher viele Hürden auf, so dass der aktuelle PV-Boom an den Gebäuden scheinbar vorbeigeht und vor allem Flächenanlagen hilft. Das hat sich mit dem novellierten EEG leicht verbessert. Aktuell diskutiert...

West­afrika: Wasserstoff-​Powerhouse mit drei Haken

West­afrika: Wasserstoff-​Powerhouse mit drei Haken

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek will den Sonnenreichtum Westafrikas nutzen, um Wasserstoff für Deutschland zu produzieren. Das Projekt hat nur Chancen bei einer echten Partnerschaft. Ohne Wasserstoff wird die Energiewende nicht gelingen. "Der Strombedarf...