Neuverlegung eines Fernwärmenetzes im Bestand. Foto: Fachverband SHK NRW

Wie die Immo­bi­li­en­wirt­schaft die kommunale Wärme­planung unterstützt

von | 10. Mai 2024

Der kommunale Wärmeplan verlangt auch von den Wohnungs­un­ter­nehmen Daten. Insbe­sondere die Wohnungs­wirt­schaft kann diesen Prozess durchaus zu ihrem Vorteil gestalten. Das setzt eine intensive Mitarbeit in den Entschei­dungs­gremien voraus, wie einige Beispiele aus der Praxis zeigen.

Das ab 2024 geltende Gesetz zur Wärme­planung und Dekar­bo­ni­sierung der Wärme­netze (KWP) hat zum Ziel, bis 2045 Raumwärme, Warm­wasser und Prozess­wärme treib­haus­gas­neutral zu gestalten. Bis 2030 sollen 30 % der Wärme in Netzen klima­neutral erzeugt werden, bis 2040 80 % und bis 2045 100 %. Für neue Netze ist seit diesem Jahr eine Mindest­quote von 65 % erneu­er­barer Wärme vorge­sehen. Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen bis Juni 2026, kleinere bis 2028 Wärme­pläne vorlegen.

Ein wesent­licher Bestandteil des Plans ist die starke Ausweitung der Fernwärme, die derzeit 14 % der deutschen Haushalte versorgt. Mit dem Ausbau soll der Anteil auf bis zu 20 % ansteigen, was den Anschluss von jährlich über 100.000 Gebäuden an Wärme­netze erfordert. Der Bund plant, bis 2027 rund 4,5 Milli­arden Euro für Planung, Umbau und Ausbau der Netze bereit­zu­stellen. Schät­zungen der Branche gehen davon aus, dass die Kosten bei gut 100 Milli­arden Euro liegen werden. …


Gekürzt. Geschrieben für IVV. Erschienen in der Ausgabe 5/​2024. Der voll­ständige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zu einer kosten­freien Probe­ausgabe und zum IVV-​Newsletter geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Wärme­netze funk­tio­nieren im länd­lichen Raum kaum

Wärme­netze funk­tio­nieren im länd­lichen Raum kaum

Eine Machbarkeitsstudie sieht ein flächendeckendes Wärmenetz im ländlich geprägten Windeck-Dattenfeld wirtschaftlich im Nachteil. Sie zeigt zugleich, unter welchen Voraussetzungen eine zentrale Wärmeversorgung auf dem Land gelingen kann und weshalb dezentrale Lösungen...

Neue Gasrei­nigung bringt Wasser­stoff auf Industriequalität

Neue Gasrei­nigung bringt Wasser­stoff auf Industriequalität

Im Energiepark Bad Lauchstädt hat eine neue Gasaufbereitungsanlage die Dichtheitsprüfung bestanden. Sie soll künftig sicherstellen, dass grüner Wasserstoff die für industrielle Anwendungen erforderlichen Qualität erreicht. Damit grüner Wasserstoff tatsächlich in der...

Trends im Industriebau

Trends im Industriebau

Industriebauten verändern sich heute weniger durch neue Bauweisen als durch veränderte Anforderungen an Produktion, Energieversorgung und Digitalisierung. Dekarbonisierung, Digitalisierung und kürzere Innovationszyklen führen dazu, dass Gebäude, technische...