Das Projekt „Süwag QuartierKraftwerk 2.0“ in der Raiffeisenstraße in Kriftel ist ein modernes Wohngebiet, das nachhaltige Energieversorgung mit fortschrittlicher Technologie kombiniert. Foto: SÜWAG

Contracting als Baustein im kommu­nalen Wärmeplan

von | 4. Februar 2025

Contracting-​Modelle ermög­lichen es Kommunen und Wohnungs­un­ter­nehmen, die Wärme­wende zu bewäl­tigen, ohne selbst hohe Anfangs­in­ves­ti­tionen tätigen zu müssen. Gerade in Zeiten unsi­cherer Finan­zierung (und poli­ti­scher Sprung­haf­tigkeit) bietet diese Option Verlässlichkeit.

Die Wärme­wende kommt nur langsam voran – ein großes Problem für kommunale Versorger, die stark auf Fernwärme setzen. Viele wissen nicht, wie sie ihre Fern­wär­me­netze ausbauen und vor allem „grün“ trans­for­mieren sollen.

Erst Ende November schlug der Verband kommu­naler Unter­nehmen (VKU) Alarm: Fast jedes zweite Stadtwerk – 41 Prozent – sieht die Zukunft einer bezahl­baren Wärme­ver­sorgung als nicht mehr gesichert. Nur 38 Prozent der befragten Unter­nehmen können eine bezahlbare Wärme­ver­sorgung auch weiterhin garan­tieren. Der Grund für diese Besorgnis liegt auf der Hand: Die Wärme­wende in den Kommunen verlangt enorme Inves­ti­tionen, die immer weiter steigen. Bis 2030 prognos­ti­ziert der VKU einen Inves­ti­ti­ons­bedarf von rund 721 Milli­arden Euro.

Contracting-​Modelle könnten Abhilfe schaffen. Zwar werden auch hier die Kosten steigen. Ein Großteil des Risikos liegt dann aber nicht mehr bei den Endkunden wie Kommunen oder Wohnungs­un­ter­nehmen, sondern eben beim Contractor. …


Gekürzt. Geschrieben für Energie&Management. Erschienen in der Ausgabe 1–2/​2025. Der voll­ständige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kosten­freien Probeabo, dem Arti­kelkauf oder den verschie­denen Abonnement-​Paketen geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

1 Kommentar

  1. Simon Solar

    Danke für den tollen Beitrag!,

EnWiPo
EnWiPo
Welche Teile denken, wenn das Haus mitdenkt?

Welche Teile denken, wenn das Haus mitdenkt?

Die größten Vorteile intelligenter Gebäudetechnik liegen in den möglichen Energieeinsparungen. Dabei spielt zunehmend auch Künstliche Intelligenz (KI) eine Rolle. Davon profitieren nicht nur Wohnungsunternehmen, sondern auch Fachhandwerk und Vermittler, wie...

Neue Gasrei­nigung bringt Wasser­stoff auf Industriequalität

Neue Gasrei­nigung bringt Wasser­stoff auf Industriequalität

Im Energiepark Bad Lauchstädt hat eine neue Gasaufbereitungsanlage die Dichtheitsprüfung bestanden. Sie soll künftig sicherstellen, dass grüner Wasserstoff die für industrielle Anwendungen erforderlichen Qualität erreicht. Damit grüner Wasserstoff tatsächlich in der...

Welche Teile denken, wenn das Haus mitdenkt?

Welche Teile denken, wenn das Haus mitdenkt?

Die größten Vorteile intelligenter Gebäudetechnik liegen in den möglichen Energieeinsparungen. Dabei spielt zunehmend auch Künstliche Intelligenz (KI) eine Rolle. Davon profitieren nicht nur Wohnungsunternehmen, sondern auch Fachhandwerk und Vermittler, wie...