Eine Kaskade von vier Wärmepumpen garantiert hohe Versorgungssicherheit und optimale Leistung. Foto: Frank Urbansky

Tiefe Geothermie in Schwerin

von | 22. September 2025

Die tiefe Geothermie kommt in vielen Gegenden Deutsch­lands als effi­zi­enter Baustein für die Wärme­wende infrage. Doch einfach ist die Erschließung nicht. Wie ein Beispiel aus Schwerin zeigt, bedarf es einer inten­siven Erprobung, einer voraus­schau­enden Planung und letztlich auch eines Moni­to­rings der Anlage.

Mit der Inbe­trieb­nahme der Geothermie-​Anlage „Lankow I“ im Oktober 2024 gehen die Stadt­werke Schwerin einen risi­ko­reichen und doch notwen­digen Schritt Richtung kommunale Wärme­wende. Das Wärmenetz der Landes­haupt­stadt versorgt bereits heute 63 Prozent der Haushalte. Das Ausbauziel liegt bei 80 Prozent. Herzstück des zukünftig rege­ne­ra­tiven Systems ist die intel­li­gente Kombi­nation aus mittel­tiefer Geothermie und Hochtemperatur-​Wärmepumpen, die ohne fossile Brenn­stoffe auskommt und jährlich rund 7.500 Tonnen CO₂ einspart.

Mit unserer ersten Geothermie-​Anlage sind wir einen entschei­denden Schritt in Richtung klima­neu­trale Wärme­ver­sorgung gegangen – verlässlich, nach­haltig und im engen Schul­ter­schluss mit der Landes­haupt­stadt Schwerin“, sagt Hanno Nispel, Geschäfts­führer der Stadt­werke Schwerin. …


Gekürzt. Geschrieben für Moderne Gebäu­de­technik aus dem HUSS-​Verlag. Erschienen in der Ausgabe 6/​2025. Zum News­letter und zu einem kosten­freien Probeabo geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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