PV-Anlagen, wie hier in einem Berliner Wohnquartier, sollen in Zukunft nicht mehr per Eispeisevergütung gefördert werden. Foto: Frank Urbansky

2026 wird Jahr mit vielen ener­gie­po­li­ti­schen Konflikten

von | 13. Januar 2026

2026 wird keine neuen ener­gie­po­li­ti­schen Ziel­ver­sprechen bringen, dafür jedoch eine spürbare Neujus­tierung der Instru­mente. In nahezu allen zentralen Poli­tik­feldern verschiebt sich der Fokus: weg von pauschalen Förder­me­cha­nismen und detail­ver­liebter Regu­lierung, hin zu Kosten­kon­trolle, Markt­in­te­gration und syste­mi­scher Wirk­samkeit. Dieser Kurs­wechsel birgt erheb­liche Konflikte.

Besonders deutlich wird diese Zäsur in der Diskussion um ein mögliches Ende der Einspei­se­ver­gütung für neu instal­lierte private Photo­vol­ta­ik­an­lagen. Bundes­wirt­schafts­mi­nis­terin Katherina Reiche stellt damit ein zentrales Erfolgs­in­strument der bishe­rigen Ener­gie­wen­de­po­litik infrage.

Die Argu­men­tation des Minis­te­riums folgt einer klaren Logik: Sinkende Anlagen- und Spei­cher­preise, hohe Eigen­ver­brauchs­quoten und eine verbes­serte Wirt­schaft­lichkeit lassen neue Klein­an­lagen auch ohne feste Vergütung zunehmend tragfähig erscheinen. Gleich­zeitig belastet eine unge­steuerte Einspeisung das Strom­system immer stärker – durch Redispatch-​Maßnahmen, Netz­ausbau und steigende System­kosten. Die Ener­gie­wende müsse günstiger, steu­er­barer und markt­näher werden, auch auf der Ebene der dezen­tralen Erzeugung. …


Gekürzt. Geschrieben für Sprin­ger­Pro­fes­sional. Der komplette Beitrag kann hier gelesen werden.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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