Interview mit Dr. Katja Nowak, Leitung Klimaneutralität und Energiewende der Stadtwerke Halle, zur kommunalen Wärmeplanung und zum Fernwärmeausbau in Halle (Saale).
Welche Stadtgebiete in Halle sind nach aktuellem Stand der Wärmeplanung künftig verbindlich Wärmenetzgebiete – und wo bleibt es zunächst offen?
Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung wurde abschließend bewertet, welche Gebäude heute oder perspektivisch grundsätzlich mit Fernwärme versorgt werden können. Darauf aufbauend haben wir einen Zeitplan für die Erschließung entwickelt. Dieser ist gemeinsam mit dem Netzbetreiber und den großen Wärmekunden entstanden, die in der Energie-Initiative Halle (Saale) organisiert sind.
Kritiker sagen: Wärmepläne beruhen oft auf Modellannahmen – Anschlussquoten, Bedarfsprognosen, Trassen. Wie belastbar ist die Grundlage in Halle?
Wir haben mit einem digitalen Zwilling der heutigen Wärmeversorgung gearbeitet und darauf aufbauend verschiedene Zukunftsszenarien entwickelt. In die Berechnungen sind Prognosen zu Wärmebedarfen, Investitions- und Betriebskosten, Energieträgerpreisen sowie Verhaltensannahmen eingeflossen. Für jedes Gebäude wurde unter Berücksichtigung technischer und regulatorischer Rahmenbedingungen die jeweils optimale Versorgungstechnologie ermittelt. …
Gekürzt. Geschrieben für Moderne Gebäudetechnik aus dem HUSS-Verlag. Erschienen in der Ausgabe 2/2026. Zum Newsletter und zu einem kostenfreien Probeabo geht es hier.




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